Lufthansa Aktie: Teures Comeback
Totgesagte leben länger. Eigentlich sollten die Superjumbos längst Geschichte sein, doch nun investiert die Lufthansa massiv in ihre A380-Flotte. Der Startschuss für die Modernisierung ist gefallen – ein Schritt, der ursprünglich aus der Not geboren wurde und nun zur neuen Premium-Strategie avanciert. Statt Ausmusterung heißt es jetzt: Luxus-Upgrade.
Die Fakten im Überblick:
- Startschuss: Umrüstung begann Anfang Februar 2026 in Dresden.
- Umfang: Alle acht Airbus A380 erhalten neue Business-Class-Sitze.
- Premiere: Erstes modernisiertes Flugzeug hebt im April 2026 ab München ab.
- Kapazität: Reduktion von 78 auf 68 Business-Plätze zugunsten des Komforts.
- Hintergrund: Verzögerungen bei der Boeing 777-9 erzwingen längere Laufzeiten.
Aus der Not eine Tugend
Die Entscheidung, Millionen in eigentlich veraltete Flugzeuge zu stecken, ist eine direkte Folge der Lieferkettenprobleme bei Boeing. Da die moderne 777-9 weiter auf sich warten lässt, muss der Kranich-Konzern die Lebensdauer der A380 verlängern. Doch das Management belässt es nicht beim Status quo.
Mit der Installation der neuen "Allegris"-Generation (technisch basierend auf Thompson Aero Sitzen) wertet Lufthansa das Produkt deutlich auf. Das erste Flugzeug mit der Kennung „Mike-Charly“ befindet sich bereits in den Elbe Flugzeugwerken. Dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten gut 39 Prozent im Plus liegt und aktuell bei 8,70 Euro notiert, zeigt, dass der Markt die pragmatische Flottenpolitik bisher honoriert.
Klasse statt Masse
Interessant für Anleger ist die wirtschaftliche Logik hinter dem Umbau. Die Anzahl der Business-Class-Sitze sinkt von 78 auf 68. Was zunächst nach Umsatzverzicht aussieht, ist eine klassische „Yield-Strategie“: Durch mehr Privatsphäre (1-2-1 Konfiguration), direkten Gangzugang und höhere Qualität sollen die Durchschnittserlöse pro Ticket steigen.
Lufthansa setzt darauf, dass zahlungskräftige Kunden für das verbesserte Produkt deutlich tiefer in die Tasche greifen, was die fehlenden zehn Plätze überkompensieren soll. Operativ nutzt der Konzern eine bestehende Zulassung für den Umbau, was langwierige Zertifizierungsverfahren vermeidet und eine schnelle Rückkehr in den Liniendienst ermöglicht.
Blick auf die Zahlen
Bis Mitte 2027 soll die gesamte Teilflotte umgerüstet sein. Kurzfristig entscheidend ist jedoch ein anderer Termin: Am 6. März 2026 legt die Lufthansa Group ihre Geschäftszahlen für 2025 vor. Hier wird sich zeigen, ob die hohen Investitionen in die Produktqualität und die verlängerte Nutzung der Vierstrahler die Margen belasten oder ob die Nachfrage im Premiumsegment die Kosten deckt.
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