TUI Aktie: Günstig — aber gedrückt
Starke Quartalszahlen, bestätigte Prognose, Dividendenrückkehr — und trotzdem ein Kursverlust von mehr als 21 Prozent in den vergangenen 30 Tagen. TUI liefert gerade das Bild eines Unternehmens, das fundamental überzeugt, aber von externen Faktoren ausgebremst wird.
Stornierungen belasten das Sommergeschäft
Der Auslöser für den anhaltenden Druck: Die Eskalation im Nahen Osten löst eine Stornierungswelle für Reiseziele in der östlichen Mittelmeerregion aus. Urlauber verschieben Buchungen oder streichen sie ganz, weil die Sicherheitslage als ungewiss gilt. Das trifft TUI direkt, denn Küstenregionen entlang des östlichen Mittelmeers gehören zu den wichtigsten Zielgebieten des Konzerns.
Ein gewisser Puffer existiert: Starke Nachfrage in der Karibik federt Ausfälle in der Golfregion zumindest teilweise ab. Zudem buchen Urlauber wieder längerfristig — das gibt TUI mehr Planungssicherheit für die Sommersaison.
Rekordquartal trifft auf Krisenstimmung
Die operative Ausgangslage ist dabei alles andere als schwach. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sprang das bereinigte EBIT um 51,5 Prozent auf 77,1 Millionen Euro — das beste Winterquartal der Unternehmensgeschichte. Die Nettoverschuldung sank um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Und für das Gesamtjahr bekräftigte TUI die Prognose: Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, EBIT-Wachstum von 7 bis 10 Prozent.
Hinzu kommt die angekündigte Rückkehr zur Dividende — 0,10 Euro je Aktie für das vergangene Geschäftsjahr, ab 2026 eine reguläre Ausschüttungsquote von 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns.
Bewertung auf Mehrjahrestief
Analysten sehen den fairen Wert im Schnitt bei 10,58 Euro — der aktuelle Kurs von 6,57 Euro liegt rund 30 Prozent unter dem Jahreshoch vom Januar. Für 2026 ist TUI mit etwa dem Fünffachen des erwarteten Gewinns je Aktie bewertet, während Wettbewerber wie Carnival oder Royal Caribbean deutlich höhere Multiples aufweisen.
Am 13. Mai legt TUI die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin bleibt die Sicherheitslage im Nahen Osten der entscheidende Faktor — und die Frage, ob die Buchungsdynamik für den Sommer die Ausfälle im östlichen Mittelmeer kompensieren kann.
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