Keine Anzeichen für eine restriktivere Geldpolitik: Die Ökonomen der Berner Kantonalbank (BEKB) setzen trotz globaler Unsicherheiten auf ein ruhiges Fahrwasser an den Zinsmärkten. Diese Einschätzung trifft auf ein operativ gefestigtes Institut, das sich an der Börse in Schlagdistanz zu seinen Höchstständen bewegt.

Ölpreis als Zins-Indikator

In ihrer aktuellen Analyse ordnet die BEKB-Ökonomin Noëmi Capelli die Inflationsrisiken moderat ein. Die Teuerungsraten in der Schweiz und Europa haben sich im angestrebten Zielband stabilisiert. Ein entscheidender Faktor für diese Prognose bleibt der Energiemarkt.

Das Basisszenario des Instituts geht davon aus, dass die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die wichtigen Schifffahrtsrouten nicht dauerhaft blockieren. Solange der Erdölpreis unter der Marke von 100 USD pro Barrel bleibt, ist laut den Experten nicht mit einer Verschärfung der geldpolitischen Maßnahmen durch die Zentralbanken zu rechnen. Dieses stabile Zinsumfeld gilt als wesentlicher Treiber für die Bewertung der Banktitel.

Kapitalstärke und Neugeldzufluss

Flankiert wird die volkswirtschaftliche Einschätzung durch solide Geschäftszahlen für das Jahr 2025. Das Institut erwirtschaftete einen Reingewinn von 175,4 Millionen Franken. Zwar entspricht dies einem leichten Rückgang von knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch die operativen Kennzahlen unterstreichen das Kundenvertrauen.

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Mit einem Netto-Neugeldzufluss von 0,7 Milliarden Franken stiegen die verwalteten Vermögen auf insgesamt 45,31 Milliarden Franken. Besonders hervorzuheben ist die Kernkapitalquote (CET1) von 20,4 Prozent. Diese komfortable Kapitalausstattung liegt deutlich über den regulatorischen Anforderungen und dient als Puffer für potenzielle Marktvolatilität.

Charttechnik signalisiert Heißlaufen

An der Börse spiegelt sich die Zuversicht im Kursverlauf wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 386,00 CHF und notiert damit nur rund 2,5 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 396,00 CHF. Die Dynamik der letzten Wochen hat das Papier zudem deutlich über seinen 50-Tage-Durchschnitt von 350,87 CHF gehoben.

Allerdings mahnen technische Indikatoren zur Wachsamkeit. Der Relative-Stärke-Index (RSI) weist mit einem Wert von 88,5 auf eine stark überkaufte Marktsituation hin. Die Aktie ist in kurzer Zeit kräftig gestiegen, was das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen erhöht.

Die nächste wichtige Weichenstellung erfolgt am 12. Mai 2026. Auf der Generalversammlung wird über die Verwendung des Bilanzgewinns und die künftige Dividende entschieden. Bis dahin bleibt die Entwicklung der Energiepreise der zentrale Indikator dafür, ob das Szenario stabiler Zinsen Bestand hat.

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