Evotec Aktie: Frisches Geld, alte Sorgen
Ein wissenschaftlicher Erfolg und ein Scheck über 10 Millionen US-Dollar aus den USA sollten eigentlich für Feierlaune sorgen. Bei Evotec verblasst der jüngste klinische Fortschritt mit dem Partner Bristol Myers Squibb (BMS) jedoch im Schatten der laufenden Unternehmenskrise. Die Börse honoriert den Meilenstein kaum, da fundamentale Umbaumaßnahmen die Stimmung der Anleger dominieren.
Gezielter Proteinabbau startet
Am Donnerstag verkündete das Biotech-Unternehmen den Start einer Phase-1-Studie für den Wirkstoff BMS-986506. Dieser sogenannte „Molecular Glue“ soll bei der häufigsten Form von Nierenkrebs eingesetzt werden. Das Besondere an diesem Ansatz: Anstatt krankheitsverursachende Proteine lediglich zu blockieren, regt der Wirkstoff die Zellen dazu an, diese gezielt abzubauen. Für Evotec markiert der Start der ersten klinischen Tests an Menschen einen wichtigen Erfolg in der seit 2018 bestehenden Partnerschaft mit BMS und spült direkt 10 Millionen US-Dollar in die Kassen.
Restrukturierung wiegt schwerer
An der Börse sorgte die Geldspritze allerdings für keine Entlastung. Der Kurs gab am Tag der Bekanntgabe leicht nach und ging am Freitag bei 4,28 Euro aus dem Handel. Mit einem Verlust von knapp 23 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier nur knapp über dem erst Mitte März markierten 52-Wochen-Tief von 4,14 Euro. Der Grund für die Zurückhaltung der Investoren liegt in den massiven Einschnitten durch das laufende Restrukturierungsprogramm „Horizon“.
Das Management plant, die weltweiten Standorte von 19 auf 10 zu reduzieren, was bis zu 800 Arbeitsplätze betreffen könnte. Gleichzeitig verschreckte die jüngste Prognose für das laufende Jahr die Märkte: Das erwartete bereinigte EBITDA von 0 bis 40 Millionen Euro verfehlte die ursprünglichen Analystenschätzungen deutlich. Ein solch fundamentaler Umbau erfordert Zeit und bindet Ressourcen, was isolierte Erfolge aus der Pipeline derzeit überlagert.
Die kommenden Monate bringen konkrete Termine, an denen sich der Fortschritt der Neuausrichtung messen lassen muss. Neben den Quartalszahlen im Mai 2026 rücken vor allem die erhofften positiven operativen Effekte des Umbaus ab der zweiten Jahreshälfte in den Fokus. Bis diese greifen, bleiben Meilensteinzahlungen zwar wichtig für die Liquidität, ändern aber wenig an der abwartenden Haltung des Marktes.
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