Lufthansa Aktie: Betrieb unter Beschuss
Rekordumsatz im Rücken, Störfeuer von allen Seiten: Die Lufthansa Group kämpft im Frühjahr 2026 auf mehreren Fronten gleichzeitig. Streiks, Geopolitik und Personalprobleme bei der Konzerntochter Swiss belasten den laufenden Betrieb — und die Aktie spürt den Druck.
Streik, Sperrungen, Streichungen
Mitten in der Woche legte ein ver.di-Warnstreik den Berliner Flughafen BER lahm. 445 Starts und Landungen wurden am Mittwoch gestrichen, rund 57.000 Passagiere saßen fest. Die nächste Verhandlungsrunde folgt am 25. März — ein Ergebnis ist noch offen.
Gleichzeitig ruht der Flugverkehr in den Nahen Osten. Destinationen wie Tel Aviv, Beirut, Amman, Teheran und Riad sind wegen der geopolitischen Lage derzeit nicht anfliegbar. Auch Dubai wurde vorübergehend aus dem Netz genommen — die Verbindungen dorthin sind bis zum 28. März ausgesetzt. Für die Treibstoffkosten gilt die Region als zusätzliches Risiko.
Swiss, die Schweizer Konzerntochter, streicht für den Sommer 326 Flüge — rund 0,4 Prozent des geplanten Angebots. Cockpit-Personalmangel bei Airbus-Typen und technische Probleme bei elf Flugzeugen zwingen zur Reduktion. Um gleichzeitig überschüssiges Kabinenpersonal abzubauen, bietet Swiss Prämien von bis zu 15.000 Schweizer Franken für freiwillige Abgänge.
Starkes 2025, schwieriges 2026
Das Geschäftsjahr 2025 liest sich bemerkenswert gut: 39,6 Milliarden Euro Umsatz — ein Plus von fünf Prozent — und ein operativer Gewinn von rund zwei Milliarden Euro, der Wert stieg um etwa 20 Prozent. Selbst die Kernmarke Lufthansa Airlines kehrte mit einer Adjusted-EBIT-Marge von 0,9 Prozent in die schwarzen Zahlen zurück.
Dieser Rückenwind hilft der Aktie derzeit wenig. Seit Jahresanfang hat der Titel knapp elf Prozent verloren und notiert mit rund 20 Prozent Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 9,50 Euro. Die Deutsche Bank Research senkte ihr Kursziel, behielt aber die Einstufung „Hold" bei — ein Verweis auf die anhaltenden Risiken durch den Nahost-Konflikt und mögliche Treibstoffpreisanstiege.
Mit Verhandlungsrunde am 25. März und den Dubai-Verbindungen bis 28. März noch ausgesetzt, dürfte die operative Lage kurzfristig angespannt bleiben. Wie schnell sich das Bild aufhellt, hängt wesentlich davon ab, wann sich die Lage im Nahen Osten stabilisiert.
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