Lufthansa Aktie: Profit vor Volumen
Die Kranich-Airline zieht die Reißleine im unrentablen Inlandsgeschäft und setzt alles auf die Karte Langstrecke. Während der Konzern im Heimatmarkt Deutschland den Rotstift ansetzt und Verbindungen streicht, fließt das Kapital massiv in die Modernisierung der interkontinentalen Flotte. Für Anleger stellt sich die Frage: Kann dieser radikale Schwenk hin zu "Marge vor Masse" die Profitabilität nachhaltig sichern?
- Strategiewechsel: Fokus auf profitable Langstrecken bei gleichzeitiger Straffung des Deutschland-Netzes.
- Flotten-Update: 25 neue Jets sollen 2026 die Effizienz steigern.
- Kursentwicklung: Aktie notiert bei 9,00 Euro (+45 % auf 12-Monats-Sicht).
Rotstift im deutschen Inlandsnetz
Der Konzern reagiert konsequent auf die hohen Standortkosten in Deutschland. Die Zeiten, in denen Marktanteile um jeden Preis verteidigt wurden, scheinen vorbei zu sein. Im Sommerflugplan 2026 fallen über 50 wöchentliche Verbindungen weg, die schlichtweg kein Geld verdienen.
Betroffen sind vor allem Zubringerstrecken zu den großen Drehkreuzen, darunter Routen wie München-Berlin oder Frankfurt-Leipzig. Zwar verhinderte eine im November 2025 beschlossene Senkung der Luftverkehrssteuer noch drastischere Einschnitte, doch die bereits fixierten Kürzungen bleiben bestehen. Das Management sendet damit ein klares Signal: Unrentable Strecken werden nicht länger quersubventioniert.
Offensive auf der Langstrecke
Im völligen Kontrast zum Sparkurs im Inland steht die aggressive Expansion auf interkontinentalen Routen. Hier sieht die Lufthansa ihre Zukunft und investiert kräftig. Allein im laufenden Jahr sollen 25 neue Langstreckenjets zur Flotte stoßen, darunter effiziente Modelle wie die Boeing 787-9 und der Airbus A350-1000.
Diese Maschinen sind der Schlüssel zur geplanten Margenverbesserung. Durch geringeren Kerosinverbrauch und niedrigere Wartungskosten sollen sie die operative Rentabilität heben. Parallel dazu baut der Konzern das Angebot aus: Neue Ziele in Nordamerika wie St. Louis sowie Verbindungen nach Rio de Janeiro oder Kapstadt sollen die zahlungskräftige Kundschaft anlocken.
Charttechnik und Ausblick
An der Börse wird der strategische Umbau bisher positiv begleitet. Mit einem Kursplus von über 45 Prozent in den letzten zwölf Monaten zeigt der Trend klar nach oben, auch wenn der Titel mit aktuell 9,00 Euro rund 11 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch korrigiert hat. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt, solange der Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,76 Euro notiert.
Entscheidend für den weiteren Erfolg wird nun die Netzwerkeffizienz sein. Die Lufthansa muss beweisen, dass sie trotz ausgedünnter Inlandsflüge ihre großen Drehkreuze Frankfurt und München ausreichend mit Passagieren füllen kann. Gelingt dieser Spagat, dürften die effizienteren Flugzeuge in den kommenden Quartalsbilanzen für spürbar bessere Margen sorgen.
Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 04. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








