Während der Rüstungssektor zuletzt deutliche Gewinnmitnahmen verzeichnete, liefert Hensoldt operativ weiter ab. Der Verteidigungselektronik-Spezialist sicherte sich einen neuen Großauftrag im dreistelligen Millionenbereich. Kann diese Nachricht die jüngste Korrektur der Aktie bremsen oder überwiegt die Skepsis der Anleger?

  • Auftragsvolumen: Über 100 Millionen Euro
  • Kunde: Diehl Defence (für ESSI-Partnerländer)
  • Technologie: TRML-4D-Radare für IRIS-T SLM
  • Kursentwicklung: -7,10 % in den letzten 7 Tagen

Radare für den europäischen Schutzschirm

Im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) hat Hensoldt Bestellungen im Wert von über 100 Millionen Euro erhalten. Auftraggeber ist Diehl Defence. Hensoldt liefert hierbei weitere TRML-4D-Radare inklusive der dazugehörigen Wartungs- und Trainingspakete. Diese Hochleistungsradare sind ein zentraler Bestandteil des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM, das bereits in der Ukraine erfolgreich im Einsatz ist.

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Technisch basiert das System auf der AESA-Technologie (Active Electronically Scanned Array). Es kann rund 1.500 Ziele in einem Radius von bis zu 250 Kilometern gleichzeitig erkennen und verfolgen – von Drohnen bis zu Marschflugkörpern. Für Hensoldt ist dies ein weiterer Beleg für die starke Positionierung innerhalb der ESSI-Initiative, für die das Unternehmen bereits über 150 Radare unter Vertrag hat.

Sektor unter Konsolidierungsdruck

Trotz der positiven Nachrichtenlage zeigt sich der Aktienkurs aktuell volatil. Die Hensoldt-Aktie schloss am Dienstag bei 80,45 Euro und verlor damit auf Wochensicht 7,10 Prozent. Marktbeobachter sehen hier vor allem Gewinnmitnahmen im gesamten europäischen Rüstungssektor als Ursache, nachdem die Papiere monatelang von steigenden Verteidigungsausgaben profitiert hatten.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025 (115,10 Euro) beträgt mittlerweile rund 30 Prozent. Dennoch bleibt das langfristige Bild mit einem Plus von über 104 Prozent auf Zwölfmonatssicht beeindruckend. Die aktuelle Marktkapitalisierung spiegelt somit eher eine technische Korrektur nach einer massiven Rally wider als fundamentale Schwäche.

Der Blick richtet sich auf Ende Februar

Die Diskrepanz zwischen gefüllten Auftragsbüchern und sinkendem Kurs sorgt für Spannung. Hensoldt hatte zuletzt einen Auftragsbestand von über 7 Milliarden Euro gemeldet und rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit einer EBITDA-Marge von rund 18 Prozent. Ob das Unternehmen diese Prognosen erfüllt und dem Abwärtstrend an der Börse etwas entgegensetzen kann, wird sich am 26. Februar 2026 zeigen, wenn die vorläufigen Jahresergebnisse veröffentlicht werden.

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