Lufthansa Aktie: Gewerkschaft prescht vor!
Die Deutsche Bank hat am Donnerstag das Kursziel für die Lufthansa-Aktie von 7,70 auf 8,60 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt jedoch bei "Hold". Gleichzeitig startet die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit drastischen Forderungen in die Tarifverhandlungen – ein Timing, das aufhorchen lässt.
Verdi fordert für die 20.000 Bodenbeschäftigten der Lufthansa satte sechs Prozent mehr Gehalt. Mindestens 250 Euro sollen es sein, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Dazu kommen weitere Forderungen: Die Gewerkschaft will technische Berufsbilder aufwerten und die Gehaltstabellen in der Frachtsparte wieder anheben. "Trotz wirtschaftlicher Erfolge möchte der Konzern kein Geld für die Beschäftigten in die Hand nehmen", kritisiert Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Die Verhandlungen, die am Montag in Frankfurt starteten, dürften sich als zäh erweisen.
Geopolitik zwingt zum Umdenken
Während intern über Gehälter gestritten wird, muss die Lufthansa extern ihre Routen neu kalkulieren. Nach der kurzzeitigen Sperrung des iranischen Luftraums am Mittwoch meiden europäische Airlines wie Lufthansa, British Airways und Wizz Air weiterhin iranisches und irakisches Territorium. Die deutsche Regierung warnte ihre Fluggesellschaften explizit vor der Nutzung des iranischen Luftraums.
Die Folge: Umwege über Afghanistan und Zentralasien. Wizz Air muss Flüge von Dubai und Abu Dhabi für Betankungen und Crewwechsel in Zypern oder Griechenland zwischenlanden lassen. Was bedeutet das für die Kostenseite? Längere Routen, höherer Treibstoffverbrauch, zusätzliche Landegebühren – und das in einer Phase, in der jeder Euro zählt.
Schwieriges Umfeld für 2026
Die Deutsche Bank zeichnet für 2026 ein ambivalentes Bild der Transportbranche. Während Passagier- und Frachtgeschäft solide Trends zeigen, deuten Wirtschaftsindikatoren auf eine konjunkturelle Abschwächung hin. Die Analysten raten Anlegern, sich eng an aktuellen Branchendaten zu orientieren und flexibel zu bleiben.
Für die Lufthansa bedeutet das: Druck von allen Seiten. Innen fordern Gewerkschaften deutlich höhere Löhne, außen zwingen geopolitische Turbulenzen zu kostspieligen Routenänderungen. Kann der Konzern unter diesen Bedingungen die von der Deutschen Bank erhöhten Erwartungen erfüllen? Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Kursanstieg auf 8,60 Euro realistisch ist – oder ob die Belastungen stärker wiegen als gedacht.
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