Anleger der Lufthansa blicken einem unruhigen Wochenstart entgegen. Über das Wochenende hat sich eine toxische Mischung aus externen Schocks und hausgemachten Problemen zusammengebraut, die den Kurs belasten dürfte. Ob Wintersturm in den USA, geopolitische Eskalation oder Zertifizierungspannen bei der neuen Business Class – die Nachrichtenlage trübt sich deutlich ein.

Hier sind die Fakten für den kommenden Handelstag:
* Wetter-Chaos: Wintersturm "Fern" erzwingt Flugstreichungen an der US-Ostküste.
* Geopolitik: Verlängerung der Flugstopps nach Teheran und Tel Aviv.
* Interne Probleme: Fehlende Zertifizierung für "Allegris"-Sitze drückt auf die Marge.

Exogene Schocks belasten Umsatztreiber

Zwei externe Faktoren treffen den Konzern an empfindlichen Stellen der Umsatzgenerierung. Zum einen legt der Wintersturm "Fern" weite Teile der US-Ostküste lahm. Für den morgigen Sonntag mussten zahlreiche Verbindungen vom Drehkreuz Frankfurt zu den wichtigen Zielen Boston und New York annulliert werden. Da die Transatlantik-Routen zu den profitabelsten im Netzwerk gehören, schmerzen diese Ausfälle besonders.

Zum anderen zwingt die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten zu operativen Einschränkungen. Die Flüge nach Teheran bleiben bis Ende März 2026 ausgesetzt, Nachtflüge nach Tel Aviv entfallen weiterhin. Ein Blick auf die Konkurrenz verdeutlicht den Ernst der Lage: Wettbewerber KLM strich am Samstag bereits Flüge nach Dubai komplett. Sollte Lufthansa diesem Schritt folgen müssen, würde ein weiterer wichtiger Umsatzpfeiler im Premium-Segment wegbrechen.

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Hausgemachte Probleme bei der Flotte

Neben höherer Gewalt wiegt eine interne Hiobsbotschaft schwer. Die Zertifizierung der neuen "Allegris"-Business-Class-Sitze in den Boeing 787-9 Dreamlinern verzögert sich weiter. Aktuell ist ein Großteil der Business Class in den neuen Jets gesperrt.

Das bedeutet konkret: Lufthansa kann diese modernen Flugzeuge nicht mit der vollen Premium-Kapazität vermarkten. Dies drückt direkt auf den Ertrag pro Passagier (Yield), da die margenstarken Tickets nicht verkauft werden können. Ein technischer Vorfall am Samstag, bei dem eine Maschine sicherheitsbedingt nach Genf ausweichen musste, rundet das negative Bild des Wochenendes ab.

Charttechnik und Ausblick

Die Aktie ging bereits am Freitag mit einem Minus von 1,89 Prozent bei 8,80 Euro aus dem Handel. Angesichts der kumulierten Wochenend-News rückt nun die charttechnische Unterstützung im Bereich von 8,50 Euro, nahe dem 50-Tage-Durchschnitt (8,52 Euro), in den Fokus.

Für den Handelsstart am Montag ist mit erhöhtem Abgabedruck zu rechnen. Investoren sollten kurzfristig genau beobachten, ob die Flugstreichungen in die USA über den Wochenbeginn hinaus andauern und ob der Konzern analog zu KLM auch Verbindungen in die Golfregion streichen muss. Diese Faktoren werden die Kursrichtung in den kommenden Tagen maßgeblich bestimmen.

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