Klöckner & Co Aktie: Letzte Tage entscheiden
Knapp eine Woche vor Ablauf der verlängerten Annahmefrist am 26. März 2026 verdichtet sich das Bild rund um die Worthington-Steel-Übernahme. JPMorgan hat seine Beteiligung von 5,57 auf 4,80 Prozent gesenkt und damit die wichtige Meldeschwelle von fünf Prozent unterschritten. Gleichzeitig ordnen weitere institutionelle Investoren ihre Positionen neu — ein unruhiges Signal kurz vor dem Ziel.
Dabei ist der Abschluss rechnerisch zum Greifen nah. Worthington Steel hatte die Mindestannahmeschwelle am 10. März auf 57,5 Prozent gesenkt. Zu diesem Zeitpunkt hielt der Bieter bereits 56,9 Prozent der Klöckner-Aktien. Die verbleibende Lücke ist minimal — und Vorstand sowie Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären weiterhin ausdrücklich, das Angebot zum Preis von 11,00 Euro je Aktie anzunehmen.
Übernahmeprämie trifft auf starke Fundamentaldaten
Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von rund 81 Prozent auf den Schlusskurs vom 5. Dezember 2025, dem letzten Handelstag vor Bekanntwerden der Übernahmeverhandlungen. Gemessen am unbeeinflussten Drei-Monats-Durchschnittskurs beläuft sich die Prämie sogar auf rund 98 Prozent.
Bemerkenswert: Die operative Basis, auf der Worthington Steel bietet, hat sich zuletzt verbessert. Das bereinigte EBITDA für 2025 stieg auf 171 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro im Vorjahr. Der operative Cashflow lag mit 110 Millionen Euro deutlich im positiven Bereich — zum vierten Mal in Folge. Der Umsatz ging zwar leicht auf 6,4 Milliarden Euro zurück, was aber auf Preis- und Währungseffekte zurückzuführen ist, nicht auf Mengenprobleme.
Umbau mit Blick auf Nordamerika
Parallel zur Übernahme hat Klöckner das Portfolio konsequent verschlankt. Acht einfache US-Distributionsstandorte sowie das Brasilien-Geschäft wurden veräußert. Die Erlöse fließen in drei Großprojekte: ein Aluminium-Flachwalzwerk in Columbus, Mississippi (geplante Inbetriebnahme Q2 2027), einen Schwerfabrikationsbetrieb in Paton, Iowa, sowie eine Laserblanklinie für Aluminium in Querétaro, Mexiko, die bereits im Q2 2026 anlaufen soll. Rund 44 Prozent des Umsatzes entfielen 2025 bereits auf margenstarke, verarbeitungsintensive Produkte.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management ein EBITDA zwischen 20 und 60 Millionen Euro — eine breite Spanne, die die laufende Übergangsphase widerspiegelt. Für das Gesamtjahr prognostiziert Klöckner trotz der Portfoliobereinigungen stabile Liefermengen und einen weiteren EBITDA-Anstieg. Nach dem Vollzug soll das Unternehmen weiterhin durch den bestehenden Vorstand geführt werden; Standortschließungen oder Entlassungen sind laut Unternehmensangaben nicht geplant.
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