Lufthansa Aktie: Doppelstreik legt Betrieb lahm
Fast 800 Flüge gestrichen, 100.000 Passagiere betroffen – ein koordinierter Arbeitskampf von Piloten und Kabinenpersonal hat gestern den Flugbetrieb bei Deutschlands größter Airline weitgehend lahmgelegt. Die Vereinigung Cockpit (VC) und die Gewerkschaft UFO streikten zeitgleich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Der 24-Stunden-Ausstand trifft das Unternehmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Lufthansa kämpft bereits mit Lieferverzögerungen, hohen Gebühren und strukturellen Problemen bei der Kernmarke.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Nahezu 800 gestrichene Flüge am 12. Februar 2026
- Rund 100.000 betroffene Passagiere
- VC-Piloten streiken bei Lufthansa-Kernmarke und Cargo
- UFO-Kabinenpersonal legt CityLine lahm
- Normalbetrieb ab heute erwartet
Pensionsstreit und Schließungsangst
Die Piloten der Vereinigung Cockpit fordern höhere Arbeitgeberbeiträge zur Altersvorsorge. Bereits im September 2025 hatte eine Urabstimmung die Streikbereitschaft signalisiert. Seither verliefen Gespräche ergebnislos. Lufthansa verweist auf die angespannte finanzielle Lage der Kernmarke, die intern als „Problemkind" gilt, und lehnt die Forderungen ab.
Bei der Regionalgesellschaft CityLine protestiert das Kabinenpersonal gegen die geplante Einstellung des Flugbetriebs. Die UFO kritisiert die fehlende Bereitschaft des Arbeitgebers, über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. UFO-Vertreter Harry Jaeger nannte den parallelen Pilotenstreik „ein Zufall, aber ein willkommener".
Hohe Kosten durch wiederholte Arbeitskämpfe
Der gestrige Ausstand reiht sich in eine Serie von Arbeitskonflikten ein. Der letzte Pilotenstreik im September 2022 führte ebenfalls zur Streichung von etwa 800 Flügen und betraf 130.000 Passagiere. Streiks von Flugbegleitern und Bodenpersonal im Jahr 2024 verursachten dem Konzern Kosten von mindestens 350 Millionen Euro. Bereits 2014 und 2016 hatten längere Arbeitskämpfe tausende Flüge gestört.
Konzernchef Carsten Spohr verfolgt derzeit eine Strategie zur Margenverbesserung, die unter anderem den Abbau von 4.000 Verwaltungsstellen vorsieht. Das Unternehmen kündigte an, betroffene Passagiere automatisch umzubuchen und auf andere Konzernairlines oder Partnergesellschaften auszuweichen. Für heute wird eine Rückkehr zum Normalbetrieb erwartet.
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