Nel ASA Aktie: Schutz gefordert
Nel will, dass Europa bei der Wasserstofftechnik nicht ins Hintertreffen gerät. CEO Håkon Volldal drängt Brüssel auf „Made in Europe“-Vorgaben, wenn öffentliche Stellen Elektrolyseure einkaufen. Der Kernpunkt: Ohne ausreichend Projekte im eigenen Markt droht Europas Technologievorsprung zu schrumpfen – und China könnte vorbeiziehen.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Nel-Chef fordert EU-Regeln nach dem Prinzip „Buy European“ für öffentliche Beschaffung
- China stellt laut Oxford Institute for Energy Studies rund 60% der globalen Elektrolyseur-Fertigungskapazität
- Nächste Termine: Q4/2025-Zahlen am 26. Februar, Hauptversammlung am 10. April
- Letzte gemeldete Kennzahlen (Q3/2025): Umsatz 303 Mio. NOK (-17% YoY), Auftragseingang 57 Mio. NOK (-64% YoY), Liquidität ca. 1,8 Mrd. NOK
Warum die Branche Druck macht
Laut Reuters gehört Nel zur Gruppe europäischer Wasserstoff-Manager, die eine stärkere industriepolitische Absicherung fordern. Konkret soll die EU bei öffentlichen Ausschreibungen Elektrolyseure aus europäischer Produktion bevorzugen.
Volldal begründet das mit einem Lern- und Skalierungsproblem: Europa habe zwar technologische Stärke, doch ohne breite Umsetzung fehle die Projekterfahrung. Seine Warnung ist klar: Wenn Europa die eigene Technologie nicht im großen Stil ausrollt und weiterentwickelt, werde China aufholen und am Ende vorbeiziehen. Ähnlich äußerte sich Nicolas de Coignac, Chef der Wasserstoff-Sparte von John Cockerill: China verschaffe sich Vorteile über die schiere Größe der Projekte.
EU-Regeln mit großer Hebelwirkung
Die EU-Kommission dürfte noch in diesem Monat einen Gesetzesvorschlag vorlegen, der europäische Hersteller bei der öffentlichen Beschaffung priorisiert. Der Hebel wäre beträchtlich: Öffentliche Stellen in der EU geben laut Bericht jährlich rund 2,5 Billionen Euro für Güter und Dienstleistungen aus.
Auch die Präsidentin der Europäischen Investitionsbank, Nadia Calviño, ordnet Elektrolyseure und Windenergie als Bereiche ein, in denen Europa vergleichsweise „abhängigkeitsarm“ bleiben könne. Gleichzeitig macht sie klar, dass dafür weitere Investitionen in europäische Wertschöpfungsketten nötig sind.
Schwieriges Umfeld, klare Termine
Die Forderungen kommen in einer Phase, in der die Wasserstoffbranche 2025 mit Gegenwind kämpfte: Projekte wurden gestrichen oder verschoben, unter anderem wegen hoher Energiekosten in Europa und Konkurrenz durch günstigeren, fossil basierten Wasserstoff. Trotzdem hielten europäische Anbieter laut Oxford-Daten seit 2022 mehr als 80% der Lieferungen an europäische Projekte.
Bei Nel rücken derweil konkrete Meilensteine näher: Am 26. Februar folgen die Zahlen für Q4/2025 samt Jahresbericht. Operativ hatte das Unternehmen im Dezember 2025 die finale Investitionsentscheidung getroffen, die Next-Generation-Pressurized-Alkaline-Plattform am Standort Herøya zu industrialisieren – unterstützt mit bis zu 135 Mio. Euro aus dem EU-Innovationsfonds. Der kommerzielle Start ist für das erste Halbjahr 2026 angekündigt.
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