Eutelsat Aktie: Milliarden-Deal gesichert
Eutelsat hat seine Halbjahreszahlen vorgelegt und dabei eine bemerkenswerte Nachricht verkündet: Der französische Satellitenbetreiber sicherte sich rund eine Milliarde Euro an Finanzierung für den massiven Ausbau seiner OneWeb-Konstellation. Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher strategischer Wandel – weg vom traditionellen TV-Geschäft, hin zu LEO-Satelliten und Konnektivität.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:
- LEO-Umsatz explodiert: +59,7% auf 110,5 Mio. Euro
- Gesamtumsatz stabil bei 591,6 Mio. Euro (währungsbereinigt)
- Nettoverschuldung halbiert auf 1,3 Mrd. Euro
- 440 neue LEO-Satelliten bestellt
LEO-Geschäft wächst rasant
Das Low Earth Orbit-Segment entwickelt sich zum klaren Wachstumstreiber. Mit 110,5 Millionen Euro Umsatz im ersten Halbjahr 2025-26 steuert die LEO-Sparte bereits ein Fünftel der Gesamterlöse bei. Die Connectivity-Sparte insgesamt legte um 11,8 Prozent auf 307,3 Millionen Euro zu.
Ganz anders das klassische Video-Geschäft: Hier brachen die Umsätze um 12,3 Prozent auf 266,5 Millionen Euro ein. Verantwortlich sind Sanktionen gegen russische Sender und der strukturelle Wandel im Broadcast-Markt.
Eine Milliarde für neue Satelliten
Eutelsat sicherte sich eine Export Credit Agency-Finanzierung über rund eine Milliarde Euro. Die französische Staatsgarantie über Bpifrance Assurance Export umfasst 975 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wird Airbus Defence and Space 340 zusätzliche LEO-Satelliten für die OneWeb-Konstellation bauen.
Insgesamt hat Eutelsat die Beschaffung von 440 LEO-Satelliten bestätigt. Diese Investition zielt darauf ab, die operative Kontinuität der OneWeb-Flotte langfristig zu sichern und die Position im wachsenden Markt für satellitengestützte Breitbandkonnektivität auszubauen.
Kapitalerhöhung entlastet Bilanz
Die erfolgreich platzierte Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro zeigt Wirkung. Die Nettoverschuldung sank auf 1,3 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA verbesserte sich drastisch von 3,92x auf 2,00x.
Als Reaktion hoben die Ratingagenturen Moody's und Fitch ihre Bonitätseinstufungen an. Allerdings scheiterte der geplante Verkauf passiver Bodeninfrastruktur an den Private-Equity-Investor EQT Infrastructure VI. Die Transaktion hätte Nettoerlöse von rund 550 Millionen Euro gebracht.
Prognose bestätigt trotz Infrastruktur-Deal-Aus
Eutelsat hält an seinen Jahreszielen fest. Die operativen Umsätze sollen auf Vorjahresniveau bleiben, während die LEO-Erlöse um rund 50 Prozent wachsen sollen. Die bereinigte EBITDA-Marge wird leicht unter dem Vorjahreswert erwartet.
Aufgrund des gescheiterten Infrastruktur-Verkaufs wird das Verschuldungsverhältnis zum Geschäftsjahresende bei etwa 2,7x liegen statt der zuvor anvisierten 2,5x. Mittelfristig strebt das Unternehmen bis 2028-29 Umsätze zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro an – getrieben durch den kontinuierlichen LEO-Ausbau.
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