Lufthansa Aktie: Totalausfall
Heute bleibt bei Deutschlands größter Airline der Großteil der Flotte am Boden. Piloten und Flugbegleiter streiken gemeinsam – ein seltener und folgenreicher Schulterschluss. Mehr als 460 Flüge fallen aus, knapp 70.000 Passagiere sind betroffen. Die Kernmarke steht still, während das Management von „völlig unnötiger Eskalation" spricht.
Die Fakten:
- Ganztägiger Streik seit Mitternacht bis 24 Uhr
- Vereinigung Cockpit mobilisiert 4.800 Piloten
- Ufo ruft 20.000 Flugbegleiter zum Ausstand auf
- Frankfurt und München nahezu lahmgelegt
- Auch Langstreckenflüge gestrichen
Zwei Gewerkschaften, doppelter Druck
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kämpft für bessere Rentenleistungen. Im Zentrum steht die betriebliche Altersvorsorge – nach einer Urabstimmung im vergangenen Jahr folgt nun der Arbeitskampf.
Parallel dazu streikt die Ufo für rund 20.000 Kabinenbeschäftigte. Besonders brisant: Bei der Tochter CityLine, wo der Flugbetrieb vor dem Aus steht, fordert die Gewerkschaft einen Sozialplan. Ufo-Vertreter Harry Jaeger betont gegenüber Reuters, man wolle das Management ärgern, nicht die Passagiere.
Konzern sieht keinen Spielraum
Personalvorstand Michael Niggemann weist die Forderungen zurück. Die Kernmarke verfüge schlicht nicht über die finanziellen Mittel für die geforderten Zugeständnisse.
Der Hintergrund: Die Lufthansa-Kernmarke rutschte 2024 in die Verlustzone. Mit dem Restrukturierungsprogramm „Turnaround" soll die Rückkehr zur Profitabilität gelingen. Anfang März legt der Konzern neue Geschäftszahlen vor.
Ungünstiger Zeitpunkt verschärft Chaos
Der Streik trifft auf denkbar schlechtes Timing. Heute beginnt die Berlinale, morgen startet die Münchner Sicherheitskonferenz. Internationale Gäste beider Großveranstaltungen stecken in der Streikfalle.
Die Airline fordert betroffene Reisende auf, nicht zum Flughafen zu kommen. Stattdessen bietet sie Umbuchungen auf Partnergesellschaften oder kostenfreie Umwandlung in Bahntickets an. Erst am Freitag soll der reguläre Flugplan wieder anlaufen.
Verhärtete Fronten
Die koordinierte Aktion von Piloten und Kabinenpersonal erhöht den Druck auf den Vorstand massiv. Ob die Arbeitskampfmaßnahmen Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen, zeigt sich in den kommenden Tagen. Die nächste Verhandlungsrunde wird entscheidend sein – für beide Seiten steht viel auf dem Spiel.
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