Lufthansa Aktie: Barclays zieht den Stecker
Die Lufthansa-Aktie gerät massiv unter die Räder. Am Dienstag sackte der Titel via XETRA zeitweise um 3,47 Prozent auf 8,40 Euro ab. Verantwortlich für den Ausverkauf: Eine vernichtende Analyse der britischen Investmentbank Barclays, die ihre Empfehlung von "Equal Weight" auf "Underweight" herabstufte – ein klares Verkaufssignal.
Warum Analysten jetzt die Reißleine ziehen
Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg sieht schwarz für die traditionellen Netzwerk-Airlines. Am 14. Januar 2026 verschärfte er seine Einschätzung deutlich, obwohl das Kursziel minimal von 7,70 auf 7,80 Euro angehoben wurde. Der Grund: Lobbenberg hält den Marktoptimismus für Lufthansa schlichtweg für überzogen. Seine Empfehlung ist unmissverständlich – Anleger sollten ihr Geld lieber in Billigflieger und spezialisierte Reisekonzerne stecken.
Besonders brenzlig wird es auf den transatlantischen Routen. Ausgerechnet die Nordatlantik-Verbindungen, lange Zeit die Ertragsperle im Lufthansa-Portfolio, stehen laut Barclays vor massiven Herausforderungen. Die Flexibilität der Low-Cost-Carrier und ihre geringere Abhängigkeit von einzelnen Premiumstrecken machen sie zum attraktiveren Investment.
Teheran bleibt Sperrzone
Doch nicht nur die Analystenfront bereitet Kopfzerbrechen. Operativ kämpft die Airline mit multiplen Baustellen. Die ursprünglich für diesen Freitag geplante Wiederaufnahme der Teheran-Flüge? Abgeblasen. Am 12. Januar 2026 verlängerte das Unternehmen die Aussetzung aller Verbindungen in die iranische Hauptstadt bis einschließlich 28. Januar 2026. Nach sieben Monaten Pause hatten sich Passagiere bereits auf die Rückkehr der Route gefreut.
Die angespannte Sicherheitslage im Iran lässt der Lufthansa keine andere Wahl. "Die Sicherheit der Fluggäste und Crew hat für Lufthansa stets oberste Priorität", heißt es in der offiziellen Mitteilung. Das Unternehmen steht in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden und beobachtet die Entwicklung vor Ort kontinuierlich.
Während Lufthansa mit Starlink-Antennen auf Modernisierung setzt, zeigt sich Wettbewerber Ryanair skeptisch. CEO Michael O'Leary lehnt das Satelliteninternet von Elon Musk kategorisch ab – die zusätzlichen zwei Prozent Treibstoffkosten durch Gewicht und Luftwiderstand der Antenne seien bei durchschnittlich einstündigen Flügen schlicht nicht zu rechtfertigen. Für Lufthansa mit längeren Strecken mag die Rechnung anders aussehen, doch die grundsätzliche Kostenfrage bleibt.
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