Lufthansa Aktie: Doppelter Gegenwind
Die Lufthansa Group gerät aktuell in einen gefährlichen Zangengriff aus geopolitischen Spannungen und internen Arbeitskämpfen. Während die Eskalation im Nahen Osten zu weitreichenden Flugstreichungen und teuren Umwegen zwingt, droht bei der Tochtergesellschaft Cityline ein neuer Streik. Kurz vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen am Freitag wächst die Nervosität am Markt spürbar.
Operativer Ausnahmezustand im Nahen Osten
Die militärische Zuspitzung in der Region hat den Konzern zu einer operativen Vollbremsung gezwungen. Bis mindestens zum 8. März meidet die Lufthansa die Lufträume über Israel, dem Iran und dem Irak. Auch Verbindungen nach Dubai und Abu Dhabi sind vorerst ausgesetzt.
Diese Sicherheitsmaßnahmen haben ihren Preis: Zahlreiche Langstreckenflüge zwischen Europa und Asien müssen nun weiträumig umgeleitet werden. Das kostet nicht nur Zeit, sondern treibt durch den erhöhten Kerosinverbrauch auch die operativen Kosten in die Höhe. Erschwerend kommt hinzu, dass der Ölpreis parallel zur geopolitischen Krise anzieht, was die Margen der Airline zusätzlich unter Druck setzt.
Wie ernst die Lage ist, zeigt ein Sonderauftrag der Bundesregierung: In der Nacht zum 5. März führt die Lufthansa mit einem Airbus A340-300 einen Evakuierungsflug von Maskat nach Frankfurt durch, um deutsche Staatsbürger aus der Krisenregion auszufliegen.
Arbeitskampf bedroht das Drehkreuz-System
Als wäre die externe Krise nicht genug, braut sich im Inneren neuer Ärger zusammen. Bei der Regionaltochter Lufthansa Cityline haben die Piloten in einer Urabstimmung mit einer überwältigenden Mehrheit von 99 Prozent für Streik gestimmt. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert Vergütungsanpassungen, die das Management bislang ablehnt.
Ein Ausstand bei Cityline wäre für den Konzern besonders schmerzhaft. Die Tochtergesellschaft wickelt einen Großteil des Zubringerverkehrs zu den Drehkreuzen Frankfurt und München ab. Fallen diese Flüge aus, droht das gesamte Langstreckennetzwerk ins Stocken zu geraten, da Passagiere ihre Anschlussflüge verpassen würden.
Kursreaktion und Blick auf die Zahlen
Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und Streikgefahr hinterlässt deutliche Spuren im Chart. Die Aktie verlor auf Wochensicht über 9 Prozent und notiert aktuell bei rund 8,30 Euro. Damit entfernt sich das Papier wieder deutlich vom 52-Wochen-Hoch bei 9,59 Euro.
Am kommenden Freitag, den 6. März, muss der Konzern Farbe bekennen. Die anstehenden Jahresergebnisse werden zeigen, wie widerstandsfähig die Profitabilität der Kernmarke tatsächlich ist. Anleger werden genau prüfen, ob die Restrukturierungsmaßnahmen greifen oder ob die externen Belastungen die Bilanz zu stark verhageln. Bis zu diesem Termin dürfte die Volatilität in dem Titel hoch bleiben.
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