Lufthansa Aktie: Arbeitskampf eskaliert
Kaum ist der zweitägige Pilotenstreik bei der Kernmarke überstanden, weitet sich der Tarifkonflikt im Lufthansa-Konzern aus. Eurowings-Piloten haben mit 94 Prozent für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt — und morgen legt der Flughafen Berlin Brandenburg den Passagierbetrieb vollständig still.
Eurowings unter Streikdruck
Das Ergebnis der Urabstimmung bei Eurowings ist eindeutig: Bei einer Wahlbeteiligung von 82 Prozent votierten 94 Prozent der teilnehmenden Piloten für einen Arbeitskampf. Streitpunkt ist — wie bereits bei der Muttergesellschaft — die betriebliche Altersversorgung. Die Vereinigung Cockpit hatte die Verhandlungen Anfang März für gescheitert erklärt, weil Eurowings jede Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags abgelehnt und lediglich eine Umverteilung im bestehenden System angeboten habe.
Einen konkreten Streiktermin nannte die Gewerkschaft zunächst nicht. Ausgeschlossen sind Arbeitsniederlegungen in den Osterferien aber ausdrücklich nicht. Der nächste Gesprächstermin ist für den 25. März angesetzt — wenige Tage vor Beginn der Schulferien in vielen Bundesländern.
Der Konflikt reicht tief in den Konzern: Bei Lufthansa CityLine stimmten Piloten zuletzt ebenfalls mit 95 Prozent für Arbeitskampfmaßnahmen. Damit ist die Auseinandersetzung um die Altersversorgung längst kein Problem einer einzelnen Konzerngesellschaft mehr.
BER-Streik trifft Lufthansa von außen
Zusätzlichen Druck erzeugt morgen der Flughafen Berlin Brandenburg. Infolge eines Verdi-Warnstreiks ruht dort am Mittwoch, den 18. März, von 04:00 bis 22:59 Uhr der gesamte Passagierflugbetrieb. Rund 445 Starts und Landungen fallen aus, etwa 57.000 Passagiere sind betroffen. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg kritisierte den Arbeitskampf als unverhältnismäßig — „gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage".
Lufthansa hat die Streichungen und Verspätungen im Flugplan von und nach Berlin bereits angekündigt.
Starke Zahlen, schwieriges Umfeld
Operativ läuft der Konzern damit in einer denkbar ungünstigen Phase auf. Anfang März hatte Lufthansa noch solide Jahreszahlen für 2025 präsentiert: rund 40 Milliarden Euro Umsatz und ein operativer Gewinn von 2 Milliarden Euro. Seitdem hat die Aktie jedoch deutlich nachgegeben — allein in den vergangenen 30 Tagen um mehr als 17 Prozent, aktuell notiert sie rund 12 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Gelingt bis zum 25. März keine Annäherung zwischen Eurowings und der Vereinigung Cockpit, dürfte der Druck auf die Aktie in der Osterreisesaison weiter anhalten.
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