Lockheed Martin Aktie: Verträge im Fokus
Lockheed Martin startet mit Rückenwind in eine wichtige Berichtswoche. Kurz vor den Zahlen melden die Amerikaner einen möglichen Großauftrag für den Kampfjet F‑35 sowie einen Milliardenvertrag im Raumfahrtgeschäft. Parallel dazu zeigt ein großer US-Pensionsfonds deutliche Gewinnmitnahmen – ein Spannungsfeld, das den Kurs um die Marke von 590 Dollar prägt.
Neue Aufträge stützen Geschäft
Am Wochenende zeichnete sich ein Kurswechsel in der US-Politik bei Rüstungsexporten ab. Die Regierung hat laut Medienberichten grünes Licht für den Verkauf von F‑35‑Kampfjets an Saudi-Arabien signalisiert. Für Lockheeds Luftfahrt-Sparte wäre das ein potenziell sehr umfangreicher Zusatzimpuls, da die F‑35 weiterhin als wichtigster Wachstumstreiber gilt.
Zusätzlich bekam der Konzern einen Großauftrag der Space Development Agency (SDA) über 18 Satelliten mit einem Volumen von mehr als 1 Milliarde US‑Dollar. Beide Entwicklungen stärken den Auftragsbestand nur wenige Tage vor dem Abschluss des Geschäftsjahres.
Kurzüberblick der jüngsten Impulse:
- Potenzieller F‑35‑Export nach Saudi-Arabien in Vorbereitung
- Satellitenauftrag der SDA über >1 Mrd. US‑Dollar
- Deutliche Reduktion einer institutionellen Beteiligung aus Texas
- Kurs um 590 US‑Dollar vor den Q4‑Zahlen
Institutionelle Gewinnmitnahmen
Trotz der operativen Fortschritte zeigen institutionelle Investoren nicht nur Kauflaune. Nach neuen Meldungen hat das Teacher Retirement System of Texas seinen Anteil an Lockheed Martin im letzten Berichtszeitraum um 52,2 % reduziert. Der Fonds verkaufte rund 35.583 Aktien und hält nun noch 32.540 Stück im Wert von etwa 16,24 Mio. US‑Dollar.
Der Aktienkurs bewegte sich zuletzt eher seitwärts. Am Freitag schloss die Aktie bei 590,82 US‑Dollar, ein leichter Rückgang von 0,52 %. Im vorbörslichen Handel heute zeigt sich der Titel stabil. Die positiven Vertragsnachrichten wirken stützend, werden aber von einer vorsichtigen Gesamtmarktstimmung begrenzt.
Bewertung und Branchensicht
Die jüngsten Vertragsmeldungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bewertung hoch ist. Lockheed Martin wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 32,98 gehandelt und liegt damit deutlich über historischen Durchschnittswerten. Anleger achten daher besonders darauf, ob der Ausblick des Managements diese Prämie rechtfertigen kann.
Auch die Ausschüttung spielt eine Rolle: Die Dividendenrendite liegt bei 2,26 %, auf Jahresbasis entspricht das 13,35 US‑Dollar je Aktie. Für viele Investoren ist damit die Frage entscheidend, ob künftiges Wachstum und Kapitalrückflüsse das aktuelle Bewertungsniveau tragen.
Auf Sektorebene wirkt das Umfeld weiterhin unterstützend. In Washington werden Pläne für ein Verteidigungsbudget von rund 1,5 Billionen US‑Dollar bis 2027 diskutiert. Davon dürften etablierte Rüstungskonzerne wie Lockheed grundsätzlich profitieren. Gleichzeitig signalisiert der Teilverkauf des texanischen Pensionsfonds, dass einzelne Großanleger das Kursniveau um 590 US‑Dollar offenbar als Gelegenheit zur Gewinnrealisierung vor den Quartalszahlen sehen.
Ausblick auf die Zahlen am Mittwoch
Am Mittwoch legt Lockheed Martin die Ergebnisse für das vierte Quartal vor. Der Termin gilt als zentraler Test für das aktuelle Bewertungsniveau und die jüngste Kursstabilisierung.
Analysten sehen den fairen Wert im Konsens bei 543,82 US‑Dollar und damit rund 7,8 % unter dem aktuellen Kurs. Einzelne optimistischere Häuser wie Truist liegen mit Kurszielen um 605 US‑Dollar deutlich darüber.
Charttechnisch gilt die Zone um 590 US‑Dollar als wichtige Unterstützung für das kurzfristig positive Bild. Ein Ergebnis über den Erwartungen inklusive angehobener Prognose, kombiniert mit einer formalen Bestätigung der F‑35‑Exportgenehmigung für Saudi-Arabien, könnte aus Marktsicht einen Versuch starten, den psychologisch bedeutsamen Bereich um 600 US‑Dollar anzulaufen. Schwächere Margen oder ein verhaltener Ausblick würden hingegen das Konsensziel um 545 US‑Dollar als naheliegendes Korrekturziel in den Vordergrund rücken.
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