Die weltweite Nachfrage nach Rüstungsgütern bringt Hersteller an ihre Kapazitätsgrenzen. Um die historisch vollen Auftragsbücher abzuarbeiten und den politischen Vorgaben aus Washington nachzukommen, investiert Lockheed Martin nun gezielt in den Ausbau seiner Produktion. Ein neues Abkommen im US-Bundesstaat Alabama zeigt, wie der Konzern das aktuelle Marktumfeld in höhere Stückzahlen ummünzen will.

Ausbau der Raketenproduktion

Lockheed Martin hat sich mit dem Bundesstaat Alabama darauf geeinigt, in den kommenden fünf Jahren über 150 Millionen US-Dollar in sein Werk in Pike County zu stecken. Dort fertigt das Unternehmen zentrale Waffensysteme wie die Javelin- und Hellfire-Raketen. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf den rasant steigenden Bedarf. So soll allein die Fertigung der PAC-3-Abfangraketen durch einen mehrjährigen Rahmenvertrag von 600 auf 2.000 Stück pro Jahr hochgefahren werden.

Die Sparte für Raketen und Feuerleitsysteme profitiert von dieser Entwicklung am stärksten. Sie wuchs im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 4,02 Milliarden US-Dollar und ist damit der aktuelle Wachstumsmotor des Konzerns.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lockheed?

Rekordaufträge treffen auf Margendruck

Trotz der starken Nachfrage steht die Profitabilität unter genauer Beobachtung. Im letzten Quartal übertraf der Umsatz zwar die Erwartungen, der Gewinn je Aktie verfehlte jedoch die Prognosen der Analysten. Höhere Zinsausgaben, eine Einmalbelastung bei den Pensionen sowie die strukturellen Kosten von Festpreisverträgen dämpften die Ertragsentwicklung.

Dennoch blickt das Management auf eine solide finanzielle Basis für die kommenden Monate:

  • Auftragsbestand (Ende 2025): 193,62 Milliarden US-Dollar
  • Umsatzprognose (2026): 77,5 bis 80,0 Milliarden US-Dollar
  • Erwarteter Gewinn je Aktie (2026): 29,35 bis 30,25 US-Dollar

Politischer Rückenwind aus Washington

Zusätzliche Dynamik erhält das Geschäft durch direkte Forderungen der US-Regierung. Bei einem Treffen im Weißen Haus Anfang März drängte Präsident Donald Trump die Rüstungsindustrie, die Produktion fortschrittlicher Waffensysteme deutlich zu beschleunigen. Flankiert wird dies von Plänen, den US-Verteidigungshaushalt bis 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar anzuheben. Diese Aussichten spiegeln sich auch an der Börse wider. Die Aktie notiert aktuell bei 563,20 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein starkes Plus von knapp 33 Prozent.

Die entscheidende Aufgabe für Lockheed Martin besteht nun darin, die politisch geforderten Produktionssteigerungen wie im Werk in Alabama effizient umzusetzen. Nur durch eine reibungslose Skalierung der Fertigung lassen sich die enormen Kapazitätsanforderungen angesichts bestehender Festpreisverträge auch profitabel bewältigen.

Lockheed-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lockheed-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:

Die neusten Lockheed-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lockheed-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lockheed: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...