Lockheed Martin Aktie: Rüstungsboom hält an
Geopolitische Spannungen treiben die Nachfrage nach Abwehrsystemen in die Höhe, und Lockheed Martin profitiert massiv davon. Der Rüstungskonzern sichert sich Milliardenaufträge, um die teilweise geleerten Lagerbestände der US-Armee wieder aufzufüllen. Doch während das Raketengeschäft floriert, sorgten Gerüchte um deutsche Kampfjet-Bestellungen zuletzt für kurzzeitige Unruhe am Parkett.
Milliarden für den Lageraufbau
Der Kern der aktuellen Entwicklung liegt in der Notwendigkeit, militärische Bestände rasch aufzustocken. Das US-Verteidigungsministerium vergab kürzlich einen Auftrag im Wert von über 2 Milliarden Dollar an Lockheed Martin für neue THAAD-Abfangraketen. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf den Verbrauch von rund 25 Prozent der US-Bestände während Konflikten im vergangenen Juni.
Um diesen Bedarf zu decken, skaliert das Unternehmen seine Kapazitäten drastisch nach oben. Die jährliche Produktion von THAAD-Abfangraketen soll von 96 auf 400 Einheiten mehr als vervierfacht werden. Parallel dazu wurde eine Vereinbarung getroffen, die Fertigungskapazität für PAC-3-Raketen im Rahmen eines Sieben-Jahres-Plans zu verdreifachen.
Volatilität durch F-35-Gerüchte
Während die Raketensparte klare Wachstumssignale sendet, erlebte die Aktie im Luftfahrtsegment ein Wechselbad der Gefühle. Medienberichte, wonach die deutsche Luftwaffe die Anschaffung von bis zu 35 weiteren F-35 Tarnkappenjets prüfe, sorgten kurzzeitig für Kursgewinne. Diese Gewinne bröckelten jedoch ab, nachdem die Bundesregierung ein Dementi bezüglich einer feststehenden Folgebestellung veröffentlichte.
Ungeachtet dieser kurzfristigen Spekulationen läuft das F-35-Programm global weiter auf Hochtouren. Über 3.600 Maschinen sind weltweit in Produktion oder Planung, wobei das Unternehmen nun auch die wachsende Bedeutung der kanadischen Lieferkette hervorhob. Rund 30 kanadische Firmen liefern inzwischen spezialisierte Teile für den Jet.
Starke Zahlen und langfristige Sichtbarkeit
Die finanzielle Basis für diese Expansion stimmt. Im vierten Quartal 2025 meldete der Konzern einen Umsatz von 20,3 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn pro Aktie lag bei 5,80 Dollar. Die Aktie notiert aktuell bei gut 556 Euro und damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 566,40 Euro, was das Vertrauen des Marktes in die Geschäftszahlen widerspiegelt.
Mit festen Auslieferungsterminen bis ins Jahr 2029 – etwa für die neuen THAAD-Systeme oder die jüngst bestellten C-130J-Trainingssysteme für Australien – hat sich Lockheed Martin eine hohe Umsatzsichtbarkeit für die kommenden Jahre gesichert. Die Kombination aus notwendiger Wiederauffüllung der Bestände und internationaler Nachfrage bildet ein stabiles Fundament für die mittelfristige Geschäftsentwicklung.
Lockheed-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lockheed-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Lockheed-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lockheed-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lockheed: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








