Apple Aktie: Zoll-Urteil und Produkt-Offensive
Für Apple brechen turbulente Tage an. Das Oberste Gericht der USA hat die weitreichenden Zölle von Ex-Präsident Trump für unzulässig erklärt – ein Urteil, das den Tech-Konzern theoretisch um Milliarden entlasten könnte. Doch während Investoren auf sinkende Kosten hoffen, steht bereits eine Welle neuer Produkte in den Startlöchern. Die zentrale Frage lautet: Können diese Impulse den jüngsten Aktienverkauf durch Berkshire Hathaway und die anhaltende politische Unsicherheit ausgleichen?
Wende im Zoll-Streit
Der Supreme Court hat am Freitag entschieden, dass der ehemalige Präsident seine Befugnisse überschritten hat, als er pauschale Zölle auf Basis des "International Emergency Economic Powers Act" (IEEPA) verhängte. Für Apple ist dies eine Nachricht von enormer Tragweite. Der Konzern hat seit Einführung der Abgaben rund 3,3 Milliarden US-Dollar gezahlt, wobei die Belastung zuletzt bei etwa einer Milliarde US-Dollar pro Quartal lag. Besonders die Zölle auf in China gefertigte Waren, die im Dezember bis zu 47 Prozent erreichten, hatten Apple dazu gezwungen, die Produktion massiv nach Indien und Vietnam zu verlagern.
Das Urteil könnte den Kostendruck auf die Lieferkette nun spürbar senken. Allerdings bleibt die Situation fragil: Unmittelbar nach der Entscheidung kündigte Trump neue "globale Zölle" auf Basis eines anderen Gesetzes an. Ob Apple die bereits gezahlten Milliarden zurückfordern kann, ist zudem ungewiss, da sich langjährige Rechtsstreitigkeiten abzeichnen.
Hardware-Offensive im März
Neben der Politik rückt das operative Geschäft in den Fokus. Berichten zufolge plant Apple zwischen dem 2. und 4. März die Vorstellung von mindestens fünf neuen Produkten. Experten erwarten unter anderem ein neues Low-Cost MacBook, das iPhone 17e sowie Upgrades für das iPad Air und MacBook Pro mit den neuen M5-Chips.
Die Lagerbestände aktueller Modelle in den Apple Stores gehen dem Vernehmen nach zur Neige, was als klassisches Indiz für eine bevorstehende Aktualisierung gilt. Diese breit angelegte Produktpaletten-Erneuerung könnte das Umsatzwachstum im zweiten Quartal entscheidend ankurbeln.
Buffett reduziert Position weiter
Ein Wermutstropfen für Anleger bleibt jedoch das Verhalten von Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Die Holding hat sich laut aktuellen Berichten von weiteren 10,3 Millionen Apple-Aktien getrennt. Dieser Schritt setzt den Trend der letzten Monate fort, in denen das Konglomerat seine einstmals größte Aktienposition schrittweise reduziert hat. Analysten von Evercore ISI bleiben dennoch optimistisch und verweisen darauf, dass die größten Bedenken der Pessimisten mittlerweile ausgeräumt seien.
Die Apple Aktie notiert aktuell bei 223,10 Euro und hat seit Jahresbeginn 3,46 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt derzeit gut 9 Prozent.
Ausblick
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die potenziellen Kostensenkungen durch das Gerichtsurteil und die neuen Produkte die politische Unsicherheit überwiegen können. Mit den nächsten Quartalszahlen am 30. April 2026 erhalten Anleger dann Klarheit darüber, ob die Strategie greift und wie sich das neue Zoll-Regime tatsächlich auf die Margen auswirkt.
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