Hims & Hers legt am heutigen Montag nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Um 23:00 Uhr deutscher Zeit folgt die Telefonkonferenz. Das Timing könnte kaum brisanter sein: Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen fast die Hälfte ihres Werts verloren – belastet durch regulatorische Auseinandersetzungen und eine Patentklage von Novo Nordisk.

Starkes drittes Quartal als Messlatte

Im dritten Quartal steigerte das Telemedizin-Unternehmen den Umsatz um 49,2 Prozent auf 599 Millionen Dollar. Die Kundenbasis wuchs um 32.000 auf 2,47 Millionen aktive Nutzer. Für das vierte Quartal erwarten Analysten ein Umsatzplus von 28,4 Prozent im Jahresvergleich – eine Verlangsamung, die den Druck auf das Management erhöht.

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Trotz der soliden Geschäftsentwicklung notiert die Aktie aktuell bei rund 13,40 Euro, nahe dem 52-Wochen-Tief. Verantwortlich dafür sind vor allem Konflikte um sogenannte compoundierte GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion. Anfang Februar musste Hims & Hers eine 49-Dollar-Pille mit dem Wirkstoff Semaglutid nach behördlicher Prüfung vom Markt nehmen. Kurz darauf folgte die Klage des dänischen Pharmakonzerns wegen Patentverletzungen.

Milliarden-Deal als Befreiungsschlag

Um die Abhängigkeit vom US-Markt zu reduzieren, kündigte Hims & Hers die Übernahme des australischen Digitalgesundheitsanbieters Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden Dollar an. Der Deal umfasst eine Barzahlung von 240 Millionen Dollar beim Abschluss Mitte 2026, weitere garantierte Zahlungen über 18 Monate sowie erfolgsabhängige Komponenten bis Anfang 2029.

Eucalyptus betreibt die Marken Juniper, Pilot und Compound, bedient über 775.000 Kunden und erzielt einen annualisierten Umsatz von mehr als 450 Millionen Dollar. Nach der Transaktion wird Eucalyptus-CEO Tim Doyle als Senior Vice President das internationale Geschäft in Australien, Großbritannien, Deutschland, Japan und Kanada verantworten.

Blick auf die Telefonkonferenz

Investoren werden heute Abend genau hinhören, wie das Management die Integration von Eucalyptus plant und welche Strategie für das heimische Abnehm-Segment nach den jüngsten Rückschlägen verfolgt wird. Institutionelle Anleger wie die Vanguard Group haben ihre Position im dritten Quartal um 4,5 Prozent auf knapp 19,52 Millionen Aktien ausgebaut. Zudem genehmigte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Dollar. Die Zahlen müssen nun zeigen, ob das Vertrauen gerechtfertigt ist.

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