Lockheed Martin zeigt gerade, wie breit der Konzern im Verteidigungsgeschäft aufgestellt ist: Unterwasser-Abwehr für die US Navy auf der einen Seite, KI-gestützte Fähigkeiten für den F-35 auf der anderen. Hinter beiden Meldungen steckt ein gemeinsamer Kern: Die Streitkräfte modernisieren bestehende Systeme – und rüsten sie zugleich softwareseitig für schnellere Entscheidungen auf. Doch wie konkret sind die Fortschritte, und was ist bereits beauftragt?

US Navy setzt auf U‑Boot-Abwehr

Im Mittelpunkt steht ein Auftrag für die Sparte Rotary and Mission Systems. Die US Navy vergibt dabei Arbeiten rund um das Anti‑U‑Boot‑Kampfsystem AN/SQQ‑89A(V)15. Das Vertragsvolumen kann sich über bis zu fünf Jahre erstrecken und erreicht im Maximalfall rund 479,9 Mio. US‑Dollar.

Wichtig ist die Einordnung: Der Start erfolgt mit einem Basisauftrag über 78,4 Mio. US‑Dollar. Lockheed Martin liefert dafür unter anderem Engineering-Leistungen, Programmmanagement sowie Integration und Zertifizierung – und zwar für bestehende und künftige Systemstände („Baselines“). Ziel ist es, die auf Überwasserschiffen eingesetzten Systeme zur Unterwasser-Kriegsführung einsatzfähig zu halten und weiterzuentwickeln. Technisch setzt das System auf aktive und passive Sonarverfahren und soll damit bei der U‑Boot‑Suche sowie bei der Frühwarnung vor Bedrohungen wie Torpedos unterstützen.

Japan und Australien sind mit dabei

Der Deal umfasst zudem Foreign Military Sales – konkret für Japan und Australien. Das unterstreicht, dass es nicht nur um US‑eigene Anforderungen geht, sondern auch um die Einbindung wichtiger Partner in kompatible Fähigkeiten.

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Die Arbeiten laufen an Standorten in Virginia, Pennsylvania und Kalifornien. Die Grundlaufzeit ist bis Februar 2027 angesetzt; zusätzliche Jahre sind möglich, falls alle Optionen gezogen werden. Auftraggeber ist das Naval Sea Systems Command.

KI-Test im F‑35 als zweites Signal

Parallel meldet Lockheed Martin Fortschritte bei der Software-Aufrüstung in der Luft: Das Unternehmen hat einen erfolgreichen Flugtest einer KI-gestützten „Combat Identification“-Fähigkeit im F‑35 abgeschlossen. Die Demonstration lief unter dem Namen Project Overwatch auf der Nellis Air Force Base in Nevada.

Im Test erzeugte ein taktisches KI-/Machine‑Learning‑Modell während des Flugs eine eigenständige Zielidentifikation, die dem Piloten auf dem Display angezeigt wurde. Der Kernnutzen: Umweltdaten schneller auswerten, Bedrohungen rascher erkennen – und damit Entscheidungsprozesse im Einsatz beschleunigen.

Unterm Strich spiegeln beide Nachrichten einen Trend wider: Hardware bleibt im Dienst, aber der Leistungszuwachs kommt zunehmend über Modernisierungspakete und Software. An der Börse bewegt sich der Titel nahe seinem Jahreshoch: Der Schlusskurs lag gestern bei 564,40 Euro, nur 0,35% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.

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