Die Spannung steigt: Am heutigen Mittwochabend nach US-Börsenschluss legt Nvidia seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Mit einer Marktkapitalisierung von 4,7 Billionen Dollar bleibt der Chipgigant das wertvollste Unternehmen der Welt – und seine Quartalszahlen haben das Potenzial, die Märkte kräftig zu bewegen.

Die Erwartungen sind hoch, aber nicht mehr ganz so angespannt wie noch 2024. Wall Street rechnet im Konsens mit einem Umsatz von 65,56 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,52 Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Citi sieht deutliches Potenzial nach oben

Analyst Atif Malik von Citi zeigt sich optimistischer als der Markt. Er prognostiziert für das Januarquartal einen Umsatz von 67 Milliarden Dollar – rund 5 Prozent über der unternehmenseigenen Guidance. Noch wichtiger: Für das laufende Aprilquartal erwartet Malik eine Prognose von 73 Milliarden Dollar, während der Konsens nur bei 71,6 Milliarden liegt.

Die Bank sieht vor allem den Hochlauf der B300-Plattform und den bevorstehenden Start der Rubin-Architektur als zentrale Wachstumstreiber. Malik rechnet mit einer Beschleunigung des Umsatzwachstums in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf 34 Prozent im Halbjahresvergleich, nach 27 Prozent in der ersten Jahreshälfte. Die Bruttomarge soll bei rund 75 Prozent liegen. Das Kursziel bleibt bei 270 Dollar – auf aktuellem Niveau sieht Citi die Aktie als attraktiv bewertet.

Auch HSBC-Analyst Frank Lee liegt mit seiner Umsatzschätzung von 68 Milliarden Dollar deutlich über dem Konsens. UBS hob das Kursziel kürzlich auf 245 Dollar an und verwies auf eine intakte Lieferkette.

Vorquartal lieferte starke Basis

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Im dritten Quartal hatte Nvidia bereits Rekorde aufgestellt: 57 Milliarden Dollar Umsatz bedeuteten ein Plus von 62 Prozent zum Vorjahr. Das Data-Center-Segment erreichte 51,2 Milliarden Dollar und wuchs um 66 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,30 Dollar und übertraf die Erwartungen.

CEO Jensen Huang bezeichnete die Nachfrage nach der Blackwell-Plattform als außerordentlich stark. CFO Colette Kress bezifferte die kombinierte Pipeline für Blackwell- und Rubin-Chips von Anfang 2025 bis Ende 2026 auf rund 500 Milliarden Dollar, wovon zum damaligen Zeitpunkt etwa 150 Milliarden bereits ausgeliefert waren.

Blick richtet sich auf GTC-Konferenz

Viele Investoren schauen bereits über die Quartalszahlen hinaus. Mitte März findet die jährliche GTC-Konferenz statt, auf der Nvidia voraussichtlich seine Inferenz-Roadmap präsentieren und einen ersten Ausblick auf die KI-Umsätze 2026 und 2027 geben wird.

Ein Unsicherheitsfaktor bleiben die US-Exportbeschränkungen für Hochleistungs-GPUs nach China. Laut David Peters vom US-Handelsministerium wurden bislang keine H200-Chips nach China geliefert, obwohl die Regierung von Donald Trump im Januar grünes Licht für Lieferungen mit Auflagen gegeben hatte. Peters bestätigte zudem, dass Chip-Schmuggel nach China weiterhin ein Problem darstellt und zu den Top-Prioritäten der Exportkontrolle gehört.

Die Nvidia-Aktie legte am Dienstag um 0,7 Prozent zu, während der Technologiesektor insgesamt nach den Verlusten vom Montag wieder Boden gutmachte. Der Nasdaq Composite gewann 1 Prozent.

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