Novo Nordisk hat am 17. Februar 2026 die EU-Zulassung für eine höhere Wegovy-Dosierung erhalten – ein Fortschritt für die Adipositas-Behandlung. Doch die Nachricht kommt zu einer Zeit, in der das dänische Pharmaunternehmen mit zunehmenden Wettbewerbsdruck und rückläufigen Gewinnprognosen kämpft.

Neue 7,2 mg Dosis für alle EU-Staaten

Die Europäische Kommission hat die 7,2 mg Erhaltungsdosis von Wegovy (Semaglutid-Injektion) für Erwachsene mit Adipositas zugelassen. Damit steht Ärzten in allen 27 EU-Mitgliedstaaten eine zusätzliche Behandlungsoption zur Verfügung – insbesondere für Patienten, die mit der Standarddosis von 2,4 mg nicht ausreichend Gewicht verlieren.

Die Zulassung basiert auf zwei klinischen Studien: STEP UP mit 1.407 Teilnehmern und STEP UP T2D mit 512 Teilnehmern. Die Ergebnisse zeigen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 21 Prozent unter der 7,2 mg Dosis – verglichen mit etwa 2 Prozent unter Placebo. Rund jeder dritte Teilnehmer verlor sogar 25 Prozent oder mehr seines Körpergewichts, wobei 84 Prozent des Gewichtsverlusts aus Fettmasse stammten.

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Bislang müssen Ärzte in der EU drei 2,4 mg Injektionen gleichzeitig verabreichen, um die höhere Dosis zu erreichen. Novo Nordisk hat jedoch einen Zulassungsantrag für einen 7,2 mg Einzel-Pen gestellt, der noch 2026 verfügbar werden könnte.

Weltweite Expansion läuft

Im Vereinigten Königreich ist die 7,2 mg Dosis bereits zugelassen und verfügbar. Zulassungsanträge bei der US-amerikanischen FDA und in weiteren Ländern stehen noch aus. Wegovy ist in der EU nun in sechs Dosierungen erhältlich: 0,25 mg, 0,5 mg, 1,0 mg, 1,7 mg, 2,4 mg und 7,2 mg.

Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter: Seit Programmstart am 4. Februar 2026 hat Novo Nordisk 1,75 Millionen B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 305,03 Dänischen Kronen zurückgekauft – ein Volumen von 533,8 Millionen Kronen. Insgesamt plant das Unternehmen Rückkäufe im Wert von bis zu 15 Milliarden Kronen über zwölf Monate.

Schwieriges Marktumfeld bleibt

Die EU-Zulassung ist ein positives Signal, doch die operative Lage bleibt angespannt. Anfang Februar 2026 hatte Novo Nordisk einen Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn um 5 bis 13 Prozent für 2026 prognostiziert – zu konstanten Wechselkursen. Preissenkungen in den USA, veränderte Medicaid-Regelungen in einzelnen Bundesstaaten und intensiver Wettbewerbsdruck belasten die Geschäftsentwicklung. Die neue Dosierung könnte zwar die Marktposition im Adipositas-Segment stärken, ob sie die strukturellen Herausforderungen ausgleichen kann, bleibt abzuwarten.

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