Pernod Ricard liefert ein Wechselbad der Gefühle. Während die Umsätze in den wichtigen Märkten China und USA im ersten Halbjahr deutlich einbrachen, reagiert die Börse am Donnerstag mit Kursgewinnen auf die frischen Bilanzdaten. Was steckt hinter der Erleichterung der Anleger?

Schwäche in den Kernmärkten

Die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 zeigen deutliche Spuren der globalen Konsumzurückhaltung. Vor allem in China brachen die Erlöse um 28 Prozent ein, während in den USA ein Minus von 15 Prozent verbucht wurde. Organisch sank der Konzernumsatz um 5,9 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro. Neben der geringeren Nachfrage belastete in den Vereinigten Staaten zusätzlich ein Lagerabbau bei den Händlern das Ergebnis.

Diese Entwicklung drückte den Nettogewinn des Spirituosenkonzerns um 17 Prozent nach unten auf rund eine Milliarde Euro. Dennoch notiert die Aktie heute bei 83,74 Euro mit einem Plus von 2,15 Prozent. Der Markt scheint die negativen Nachrichten bereits eingepreist zu haben, zumal der Titel mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 23,2 technisch als deutlich überverkauft gilt.

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Fokus auf Cashflow und Effizienz

Verantwortlich für die positive Kursreaktion ist vor allem die Entwicklung der Liquidität. Trotz sinkender Gewinne steigerte das Unternehmen seinen Free Cashflow um 9,5 Prozent auf 482 Millionen Euro. Das Management setzt massiv auf Kostendisziplin: Ein Effizienzprogramm soll bis 2029 Einsparungen von einer Milliarde Euro bringen, wobei ein Drittel dieses Ziels bereits erreicht ist.

Zudem deuten die Daten des zweiten Quartals auf eine langsame Bodenbildung hin. Während der Umsatzrückgang im ersten Quartal noch bei 7,6 Prozent lag, flachte er im zweiten Jahresviertel auf 5 Prozent ab. Stabilität lieferte dabei insbesondere der indische Markt, der ein Wachstum von 4 Prozent verzeichnete.

Ausblick auf das Übergangsjahr

Pernod Ricard bezeichnet das laufende Jahr 2026 weiterhin als Übergangsphase, stellt für die zweite Jahreshälfte jedoch eine operative Verbesserung der organischen Umsätze in Aussicht. Mittelfristig hält das Management an seinem Ziel eines jährlichen Wachstums zwischen 3 und 6 Prozent fest.

Die Analysten von JPMorgan bestätigten nach Vorlage der Zahlen ihre Einstufung mit „Neutral“, hoben aber das Kursziel von 90 Euro hervor. Damit sehen die Experten trotz der schwierigen Lage in China ein Aufwärtspotenzial von rund sieben Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

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