Der Softwaresektor wird derzeit von KI-Sorgen durchgeschüttelt – und viele Investoren meiden die Branche pauschal. Ausgerechnet in diesem schwierigen Umfeld hält JPMorgan an einer positiven SAP-Einschätzung fest und nennt den Konzern sinngemäß „das beste Haus in einer schlechten Gegend“. Doch was stützt diesen Optimismus, obwohl die Aktie weiter abrutscht?

Warum der Sektor verkauft wird

Der Druck kommt weniger aus SAP-spezifischen Nachrichten, sondern aus der aktuellen Stimmungslage rund um künstliche Intelligenz. Anleger fragen sich, ob KI traditionelle Softwaremodelle langfristig stärkt – oder ihnen das Wasser abgräbt. Im Markt wurden zuletzt zudem Warnsignale rund um KI-Entwicklungen (u. a. im Zusammenhang mit Anthropic) als weiterer Grund genannt, warum Softwaretitel breit gemieden werden.

In dieses Umfeld fällt auch die Einschätzung von JPMorgan-Analyst Toby Ogg: Er bestätigte heute das Rating „Overweight“ für SAP – trotz „extrem negativer“ Stimmung in der europäischen Softwarebranche.

Die Fakten im Überblick

  • JPMorgan-Rating (heute): Overweight (Analyst: Toby Ogg)
  • Aktueller Kurs: 162,38 € (heute -2,77%)
  • 7 Tage: -17,21% | 30 Tage: -21,25%
  • 52-Wochen-Hoch: 280,40 € (13.02.2025) | Abstand: -42,09%
  • 52-Wochen-Tief: 162,38 € (heute)

Was SAP dagegenstellt: Zahlen, Rückkauf, Auftrag

Fundamental lieferte SAP zuletzt belastbare Argumente, die auch die positive Analystenhaltung erklären. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Konzern +23% Cloud-Umsatz auf 21,02 Mrd. €. Zudem mehr als verdoppelte sich der operative Gewinn (IFRS) auf 9,83 Mrd. €.

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Dazu kommt Kapitalrückführung: SAP kündigte ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Mrd. € an, geplant für 2026 bis 2027. In einer Phase, in der der Kurs deutlich unter Druck steht, ist das zumindest ein Signal, dass das Unternehmen finanziellen Spielraum sieht.

Operativ meldete SAP außerdem einen relevanten Erfolg aus Großbritannien: Die Steuerbehörde HMRC entschied sich für SAP S/4HANA, um ihr Steuersystem umfassend zu modernisieren.

Zum Zahlenbild gehört aber auch ein Belastungsfaktor: Im vierten Quartal 2025 wurde eine Rückstellung von 174 Mio. € im Zusammenhang mit einer Teradata-Rechtsstreitigkeit verbucht.

Zum Schluss bleibt damit ein klarer Eindruck: Der Kursverlauf spiegelt aktuell vor allem die harte Sektor-Stimmung wider – JPMorgan setzt dagegen auf SAPs zuletzt starke Cloud-Dynamik, den angekündigten Rückkauf (2026–2027) und die Fähigkeit, Großkunden wie HMRC zu gewinnen.

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