Die Verkündung neuer Wi-Fi 8-Hardware für Unternehmen sollte eigentlich für positive Stimmung sorgen. Stattdessen setzte die Broadcom-Aktie am Dienstag ihre Talfahrt fort und verlor rund 6,6 Prozent. Der Grund: Investoren blicken skeptisch auf die Profitabilität im boomenden KI-Geschäft – trotz prall gefüllter Auftragsbücher.

Das Problem mit den AI-Margen

Broadcom sitzt auf einem beeindruckenden Berg an KI-Aufträgen: 73 Milliarden Dollar Backlog sind gebucht. Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Custom-AI-Chips, wie sie derzeit von OpenAI, Google und anderen Hyperscalern nachgefragt werden, bringen strukturell niedrigere Bruttomargen als das klassische Semiconductor- und Software-Geschäft des Konzerns.

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Während die Umsatzvisibilität also stark bleibt, befürchten Analysten eine spürbare Margenkompression. Die Verschiebung hin zu volumenstarken, aber margenschwächeren Custom-Chip-Projekten lässt die kurzfristige Profitabilität zur offenen Frage werden – selbst wenn die strategische Positionierung als Chip-Partner der großen Tech-Konzerne langfristig Sinn ergibt.

Wi-Fi 8 für KI-Infrastrukturen

Operativ hält Broadcom Kurs. Am 3. Februar stellte der Konzern sein Wi-Fi 8-Portfolio für Unternehmenskunden vor: Der BCM49438 Access-Point-Chip und der Trident X3+ Switch sollen die Netzwerk-Anforderungen von Edge-AI-Anwendungen bewältigen. Die Lösung bringt MACsec-Sicherheitsprotokolle auf allen Ports und Analytics-Engines zur Performance-Optimierung mit – zugeschnitten auf datenintensive Umgebungen in Rechenzentren und Campus-Netzwerken.

Die Produkteinführung unterstreicht Broadcoms Strategie, sich als Infrastruktur-Rückgrat für die nächste Generation von KI-Workloads zu etablieren.

Blick auf die Q1-Zahlen

Die nächste Richtungsentscheidung fällt am 4. März 2026, wenn Broadcom die Zahlen zum ersten Quartal vorlegt. Dann wird sich zeigen müssen, ob das Volumen der KI-Chip-Auslieferungen den Margendruck tatsächlich kompensieren kann – oder ob die Börse ihre Skepsis bestätigt sieht.

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