iRobot Aktie: Neuanfang unter chinesischer Flagge
Der Roomba-Hersteller iRobot steht vor dem Abschluss einer drastischen Sanierung. Nach dem freiwilligen Chapter-11-Antrag im Dezember 2025 übernimmt der chinesische Hauptlieferant Shenzhen PICEA Robotics das traditionsreiche US-Unternehmen. Die Transaktion soll bereits im Februar 2026 abgeschlossen werden – dann verschwindet iRobot von der Börse.
Die wichtigsten Fakten:
- Vorverpacktes Insolvenzverfahren vor Gericht in Delaware
- Picea Robotics erwirbt 100 Prozent der Anteile
- Verbindlichkeiten und Vermögenswerte jeweils zwischen 100 und 500 Millionen Dollar
- Delisting nach Verfahrensabschluss geplant
Vom Amazon-Deal zum chinesischen Investor
Die Vorgeschichte ist symptomatisch für iRobots Probleme: Im Jahr 2024 sollte Amazon den Roboterstaubsauger-Pionier für 1,7 Milliarden Dollar übernehmen. Doch EU-Regulierer blockierten den Deal – ein schwerer Schlag für das bereits angeschlagene Unternehmen.
Der tägliche Betrieb läuft nach Unternehmensangaben trotz Insolvenzverfahrens normal weiter. Kunden und Partner sollen keine Einschränkungen spüren. Das Gericht überwacht den geordneten Übergang zu Picea Robotics, das als gesicherter Gläubiger und wichtigster Fertigungspartner ohnehin eng mit iRobot verflochten ist.
Kampf gegen die Billig-Konkurrenz
Der Markt für Saugroboter hat sich fundamental gewandelt. Chinesische Hersteller wie Ecovacs und Roborock setzen iRobot mit aggressiven Preisen und teilweise überlegener Technik massiv unter Druck. Im dritten Quartal 2025 brach der Umsatz laut Unternehmen deutlich unter die internen Erwartungen ein – betriebliche Störungen verschärften die Liquiditätsprobleme zusätzlich.
Die neue Eigentümerstruktur könnte paradoxerweise Vorteile bringen: Als Teil eines chinesischen Konzerns erhält iRobot Zugang zu günstigeren Produktionsressourcen und möglicherweise zum wachstumsstarken asiatischen Markt.
Privatisierung als Rettungsanker
Nach dem Delisting entfällt der Druck der Quartalsberichterstattung. Die Privatisierung gibt iRobot theoretisch mehr Spielraum für langfristige Produktentwicklung. Ob das Traditionsunternehmen unter chinesischer Führung im globalen Wettbewerb bestehen kann, hängt von Innovationskraft und Markenstrategie ab. Der Abschluss des Chapter-11-Verfahrens wird für Februar 2026 erwartet.
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