Diginex Aktie: Führungswechsel nach Millionen-Deal
Diginex hat im Januar eine strategische Neuausrichtung vollzogen. Die Übernahme des CO2-Bilanzierungsanbieters Plan A für rund 55 Millionen Euro bringt nicht nur 1.500 neue Unternehmenskunden – darunter BMW, Deutsche Bank und Visa – sondern auch eine neue CEO: Plan-A-Gründerin Lubomila Jordanova übernimmt ab sofort die operative Führung des Sustainability-RegTech-Anbieters.
Die Eckdaten der Transformation:
- Plan-A-Übernahme im Wert von 55 Mio. Euro (davon 52 Mio. in Aktien)
- Zusätzliche Earn-Out-Zahlungen von bis zu 25 Mio. Euro bei Zielerreichung
- CEO-Wechsel: Jordanova ersetzt Mark Blick
- Joint Venture in Brasilien für ESG-Plattform angekündigt
55-Millionen-Deal mit Doppeleffekt
Am 14. Januar schloss Diginex die Akquisition von PlanA.earth ab. Die deutsche GmbH gilt als einer der führenden europäischen Anbieter für KI-gestützte CO2-Bilanzierung. Der Kaufpreis: 3 Millionen Euro in bar plus 6,7 Millionen Stammaktien im Wert von etwa 52 Millionen Euro.
Die Earn-Out-Klausel koppelt weitere 25 Millionen Euro an konkrete Umsatzziele für 2026 und 2027. Damit setzt Diginex auf wachstumsabhängige Vergütung – ein übliches Instrument bei Tech-Übernahmen, um Risiken zu verteilen.
Die übernommene Kundenbasis bringt etablierte Großkonzerne ins Portfolio. BMW, Deutsche Bank und Visa nutzen bereits die Plan-A-Software. Diese Unternehmen werden durch die Aktienkomponente der Transaktion zugleich zu Anteilseignern von Diginex.
Gründerin übernimmt das Steuer
Am 28. Januar ernannte der Verwaltungsrat Lubomila Jordanova zur neuen CEO. Die Plan-A-Gründerin bringt technische Expertise in CO2-Bilanzierung und EU-Regulierung mit. Auszeichnungen wie MIT Innovator Under 35 Europe unterstreichen ihre fachliche Reputation.
Der bisherige CEO Mark Blick wechselt in eine Beraterrolle. Der Führungswechsel folgt dem klassischen Muster bei strategischen Übernahmen: Die Gründerin des übernommenen Unternehmens formt die integrierte Einheit.
Brasilien-Projekt in den Startlöchern
Parallel zum Plan-A-Deal unterzeichnete Diginex am 23. Januar ein Joint-Venture-Rahmenabkommen mit BGlobal und dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Geplant ist eine digitale Infrastrukturplattform für ESG-Reporting in der Agrarregion.
Das Konzept umfasst standardisierte Nachhaltigkeitsdaten und einen "Digital Green Passport" für Exportgüter. In Zeiten verschärfter EU-Importregeln könnte dies für brasilianische Agrarproduzenten relevant werden. Konkrete Investitionssummen oder Zeitpläne nannte Diginex jedoch nicht.
Zahlen zeigen Wachstum bei hohen Verlusten
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 (bis 30. September 2025) steigerte Diginex den Umsatz um 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar. Der operative Verlust wuchs von 4,2 auf 6,0 Millionen Dollar. Das Nettovermögen verdoppelte sich auf 10,9 Millionen Dollar.
Das Unternehmen betont, schuldenfrei zu operieren. Gleichzeitig laufen laut eigenen Angaben Gespräche mit Fremdfinanzierungspartnern – ohne Garantie für einen Abschluss. Die Verhandlungen über eine weitere mögliche Übernahme (Resulticks Global) dauern an.
Die regulatorische Nachfrage nach ESG-Software steigt durch EU-CSRD und ISSB-Standards. Ob Diginex die Transformation in profitables Wachstum umsetzen kann, hängt maßgeblich von der erfolgreichen Integration der Plan-A-Technologie und dem Erreichen der Umsatzziele ab.
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