Der Münchner Chiphersteller strotzt vor Selbstbewusstsein. Während Teile der Halbleiterbranche noch nach Richtung suchen, erhöht Infineon die Investitionen um eine halbe Milliarde Euro und meldet zeitgleich eine strategische Übernahme. Zahlt sich der aggressive Fokus auf Künstliche Intelligenz und Spezialanwendungen für die Anleger aus?

Starke Margen trotz komplexem Umfeld

Die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 unterstreichen die operative Stärke des Konzerns. Mit einem Umsatz von 3,662 Milliarden Euro und einem Segmentergebnis von 655 Millionen Euro liefert das Unternehmen solide Werte. Besonders die Profitabilität sticht hervor: Die bereinigte Bruttomarge kletterte von 40,7 Prozent im Vorquartal auf beachtliche 43,0 Prozent.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte auf 0,35 Euro zu. Diese Entwicklung zeigt, dass Infineon in der Lage ist, auch in volatilen Marktphasen die Effizienz zu steigern und Preissetzungsmacht zu demonstrieren.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

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  • Umsatz Q1: 3,662 Mrd. Euro
  • Segmentergebnis-Marge: 17,9 %
  • Investitionsvolumen GJ26: Erhöht auf ca. 2,7 Mrd. Euro
  • KI-Umsatzziel 2027: ca. 2,5 Mrd. Euro

Investitionsschub für KI-Rechenzentren

Der eigentliche Treiber der aktuellen Entwicklung ist der Hunger nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz. Infineon reagiert hier offensiv: Das Budget für Investitionen im laufenden Geschäftsjahr wurde von ursprünglich 2,2 Milliarden auf nun 2,7 Milliarden Euro aufgestockt.

Im Fokus steht dabei der beschleunigte Hochlauf der neuen Smart Power Fab in Dresden, deren Eröffnung für den Sommer 2026 geplant ist. Das Management sieht hier massives Potenzial: Der Umsatz mit KI-bezogenen Anwendungen soll von aktuell rund 1,5 Milliarden Euro auf 2,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2027 steigen. Das Unternehmen positioniert sich damit als zentraler Zulieferer für die Stromversorgung moderner Rechenzentren.

Zukauf erweitert technologische Basis

Parallel zum organischen Wachstum stärkt sich Infineon durch externe Zukäufe. Für 570 Millionen Euro übernimmt der Konzern das nicht-optische Sensorportfolio von ams OSRAM. Der Deal umfasst Sensoren für die Automobil-, Industrie- und Medizinbranche und soll bereits im laufenden Jahr 2026 rund 230 Millionen Euro zum Umsatz beisteuern. Strategisch wertvoll ist hierbei, dass sich die Akquisition sofort positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken soll.

Für das laufende zweite Quartal peilt das Management einen Umsatz von etwa 3,8 Milliarden Euro an. Anleger blicken nun auf die Hauptversammlung am 19. Februar 2026 in München, wo weitere Details zur langfristigen Strategie erwartet werden.

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