iRobot Aktie: Taumelnde Perspektiven?
Die Insolvenz von iRobot markiert einen tiefen Einschnitt für das frühere Vorzeigeunternehmen im Bereich Haushaltsroboter. Der Chapter-11-Antrag in den USA läuft auf eine vollständige Übernahme durch den wichtigsten Fertigungspartner hinaus – und auf einen kompletten Verlust für die Aktionäre. Wie sieht der Restrukturierungsplan konkret aus?
Insolvenz mit vorbereitetem Plan
iRobot hat Mitte Dezember ein sogenanntes „pre-packaged“ Chapter-11-Verfahren eingeleitet. Der Schritt folgt auf eine längere Phase finanzieller Probleme, verschärft durch hohen Wettbewerb und eine gescheiterte Übernahme durch Amazon, die Anfang 2024 nach einem EU-Wettbewerbsverfahren platzte.
Das Verfahren ist so aufgesetzt, dass ein bereits ausgehandelter Restrukturierungsplan zügig vom Gericht bestätigt werden kann. Ziel ist es, die Eigentümerstruktur neu zu ordnen und die Bilanz zu entlasten, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.
Picea Robotics übernimmt das Ruder
Kern des Plans ist ein Restructuring Support Agreement mit dem besicherten Kreditgeber und wichtigsten Auftragsfertiger, Shenzhen PICEA Robotics und Santrum Hong Kong. Diese Vereinbarung sieht vor, dass Picea im Rahmen des gerichtlich überwachten Prozesses 100 % der Anteile von iRobot übernimmt. Der Abschluss der Transaktion wird bis Februar 2026 erwartet.
Wesentliche Elemente der finanziellen Neuordnung:
- Erlass von rund 190 Mio. US-Dollar Schulden aus einem 2023 aufgenommenen, inzwischen von Picea gehaltenen Kredit
- Erlass weiterer rund 74 Mio. US-Dollar, die aus dem Fertigungsvertrag mit Picea resultieren
- Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden im Insolvenzverfahren in einer ähnlichen Größenordnung angegeben; ein Bericht nennt jeweils 480,3 Mio. US-Dollar
Damit wird ein erheblicher Teil der bisherigen Verschuldung gestrichen und in Eigentumsrechte für Picea überführt.
Harte Folgen für Aktionäre
Für die Inhaber der iRobot-Aktie hat der Plan gravierende Konsequenzen. Nach Bekanntgabe der Insolvenz leitete die Nasdaq das Delisting der Stammaktien ein; der Handel wurde ab dem 22. Dezember 2025 ausgesetzt.
Noch schwerer wiegt, dass iRobot ausdrücklich davon ausgeht, dass die bisherigen Aktionäre im Rahmen des Plans weder neue Anteile noch eine finanzielle Entschädigung erhalten. Sollte der Restrukturierungsplan wie vorgesehen bestätigt werden, bedeutet dies faktisch einen Totalverlust für die bestehenden Anteilseigner.
Der operative Geschäftsbetrieb soll laut Unternehmen weiterlaufen. Kunden sollen keine Beeinträchtigungen spüren, und andere Gläubiger sowie Lieferanten sollen im Rahmen des Plans vollständig befriedigt werden. Für den Kapitalmarkt bleibt damit vor allem eines: Das Eigenkapital der Altaktionäre wird im Zuge der Übernahme und Entschuldung komplett ausgelöscht.
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