IREN Aktie: Strukturelle Betrachtungen
Iris Energy gibt am Donnerstag deutlich nach. Die Aktie verliert rund 5 Prozent und notiert bei 43,62 US-Dollar, nachdem sie im Tagesverlauf noch bis 46,63 Dollar geklommen war. Nach einem Kursanstieg von über 300 Prozent innerhalb eines Jahres stellt sich die Frage: Ist die Bewertung noch zu rechtfertigen?
Bewertung im Fokus
Das australische Unternehmen, das sich vom Bitcoin-Mining zum KI-Infrastruktur-Anbieter gewandelt hat, wird aktuell mit dem 24-fachen des Umsatzes bewertet – ein deutlicher Aufschlag gegenüber dem Branchendurchschnitt von 3,1. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 14,3 Milliarden Dollar.
Kurzfristig zeigt die Charttechnik Schwäche: Die Aktie handelt unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 47,98 Dollar. Das KGV von 23 bis 25 spiegelt die hohen Wachstumserwartungen wider, birgt aber auch Rückschlagpotenzial bei Verzögerungen.
Microsoft-Deal als Wachstumsanker
Kern der Transformation ist ein im November 2025 geschlossener Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden Dollar für KI-Cloud-Dienste. Der Fünfjahresvertrag soll nach vollständiger Umsetzung rund 1,94 Milliarden Dollar pro Jahr einbringen.
Um die vereinbarte Kapazität bereitzustellen, hat Iris Energy GPUs im Wert von 5,8 Milliarden Dollar bei Dell bestellt. Die GPU-Flotte soll von derzeit 23.000 auf 140.000 Einheiten bis Ende 2026 wachsen. Ziel ist ein annualisierter Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar aus dem KI-Cloud-Geschäft.
Finanzierung der Expansion:
- Oktober 2025: 1,0 Milliarde Dollar durch Nullkupon-Wandelanleihen
- Dezember 2025: 2,3 Milliarden Dollar neue Wandelanleihen
- Dezember 2025: 1,6 Milliarden Dollar Kapitalerhöhung zu 41,12 Dollar je Aktie
Die Gesamtliquidität beläuft sich damit auf etwa 6,8 Milliarden Dollar.
Stromkapazität als Wettbewerbsvorteil
Iris Energy kontrolliert genehmigte Netzanschlüsse für 2.750 Megawatt in West-Texas – ein knappes Gut im stromhungrigen KI-Rechenzentrumsmarkt. Das 2-Gigawatt-Hub in Sweetwater soll im April 2026 ans Netz gehen.
Für 140.000 GPUs werden rund 460 Megawatt benötigt, was nur 16 Prozent der gesicherten Kapazität entspricht. Der Puffer bietet Spielraum für weiteres Wachstum über 2026 hinaus.
Analysten bleiben gespalten
Von 19 Analysten vergeben zwölf eine Kaufempfehlung, fünf raten zum Halten, zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 67,64 Dollar. Die Spannbreite ist erheblich: Roth Capital sieht 94 Dollar als fair an, HC Wainwright nur 56 Dollar. Goldman Sachs startete die Bewertung neutral mit einem Ziel von 39 Dollar – unterhalb des aktuellen Kurses.
Die unterschiedlichen Einschätzungen spiegeln die Unsicherheit über Zeitplan und Rentabilität der massiven Expansion wider. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Iris Energy den Umsatz um 355 Prozent auf 240,3 Millionen Dollar. Der Nettogewinn drehte von minus 51,7 auf plus 384,6 Millionen Dollar. Die Erreichung der 3,4-Milliarden-Dollar-Umsatzmarke hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab: pünktlicher Baufortschritt, GPU-Lieferungen und Stromversorgung an mehreren Standorten. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob der ehrgeizige Plan auf Kurs liegt.
IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








