AMD Aktie: Zwei Deals, ein Tag
Lisa Sus erster Besuch in Südkorea seit ihrem Amtsantritt 2014 hatte es in sich. Innerhalb von 24 Stunden unterzeichnete AMD-Chefin zwei strategisch bedeutsame Vereinbarungen — mit Samsung Electronics und NAVER Cloud. Beide Abkommen zielen direkt auf Nvidias Dominanz im KI-Halbleitermarkt.
Samsung liefert das Gedächtnis der nächsten Generation
Der Kern des Samsung-Deals ist technisch präzise gefasst: Samsung wird AMDs kommende Instinct MI455X-Beschleuniger mit HBM4-Speicher der nächsten Generation versorgen. Zusätzlich liefert Samsung optimiertes DDR5-Memory für AMDs sechste EPYC-Prozessorgeneration. Samsung soll dabei als primärer HBM4-Lieferant fungieren — gebaut auf einem 10-Nanometer-DRAM-Prozess mit Übertragungsraten von bis zu 13 Gigabit pro Sekunde.
Die Zusammenarbeit beider Unternehmen reicht fast zwei Jahrzehnte zurück. Zuletzt hatte Samsung HBM3E-Chips für AMDs MI350X- und MI355X-Beschleuniger geliefert. Das neue Memorandum of Understanding weitet diese Beziehung erheblich aus — und schließt auch Gespräche über eine mögliche Foundry-Partnerschaft ein, bei der Samsung künftige AMD-Chips im Auftrag fertigen könnte.
Zum Vergleich: Samsung hält derzeit rund 22 Prozent des globalen HBM-Markts, während SK Hynix mit 57 Prozent die Führung innehat. Für AMD bedeutet die Vereinbarung eine gesicherte Versorgung mit leistungsfähigem Speicher — einem der kritischsten Engpässe im KI-Infrastrukturgeschäft.
NAVER Cloud als Brückenkopf im koreanischen KI-Markt
Parallel dazu vereinbarte AMD eine strategische Kooperation mit NAVER Cloud. Das Ziel: NAVERs großes Sprachmodell „HyperCLOVA X" soll künftig auf AMD-GPUs laufen. AMD stellt dafür Instinct MI455X-Beschleuniger bereit und arbeitet gemeinsam mit NAVER an der Optimierung der Software-Stacks auf Basis von AMDs ROCm-Plattform.
Branchenbeobachter werten den Schritt als möglichen Einstieg in eine Ablösung von Nvidia-GPUs bei NAVER — wenngleich das Ausmaß einer solchen Verschiebung noch offen ist. Geplant sind außerdem gemeinsame Forschungsinitiativen und die Bereitstellung von KI-Rechenkapazitäten für akademische Projekte.
Timing mit Signalwirkung
Der Besuch fiel bewusst in die Woche von Nvidias jährlicher Entwicklerkonferenz GTC, auf der Jensen Huang ebenfalls eine Partnerschaft mit einem koreanischen Unternehmen und Lob für HBM4-Chips verkündete. Ein Branchenanalyst beschrieb Sus Ansatz so: Sie versuche, ein Ökosystem aus AMD-GPUs, Samsung-Speicher und NAVER-KI-Diensten zu schmieden — indem sie direkt mit den CEOs der jeweiligen Unternehmen verhandelt.
AMDs Rechenzentrumsgeschäft wächst mit Rückenwind: Die Umsätze stiegen zuletzt um 39 Prozent im Jahresvergleich und machen inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtgeschäfts aus. Das Management peilt für die nächsten drei bis fünf Jahre ein jährliches Wachstum von mehr als 35 Prozent an. Mit Samsung als gesichertem HBM4-Lieferanten und NAVER als erstem Sovereign-AI-Partner in Korea hat AMD seinen Anspruch auf eine vollständige KI-Infrastrukturalternative zu Nvidia ein Stück konkreter gemacht.
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