NVIDIAs jüngste Großinvestition in den Neocloud-Sektor hat die Aktie von IREN kräftig angeschoben. Der Chip-Riese steckt zwei Milliarden Dollar in das niederländische KI-Cloud-Unternehmen Nebius — und das australische Pendant IREN profitierte unmittelbar davon.

Am Mittwoch, dem 11. März, legte die IREN-Aktie rund neun Prozent zu. Der Grund: Anleger werteten den Nebius-Deal als weiteres Signal, dass NVIDIA den Neocloud-Markt noch am Anfang seines Wachstumspfades sieht. Bereits Ende Januar hatte NVIDIA zwei Milliarden Dollar in CoreWeave investiert, um dort den Aufbau von fünf Gigawatt KI-Kapazität bis 2030 zu unterstützen. Die zwei Deals in rascher Folge verstärken den Eindruck, dass NVIDIA gezielt auf unabhängige Cloud-Anbieter setzt, die Hyperscaler mit Rechenkapazität versorgen.

Aggressiver GPU-Ausbau

IREN selbst ist mitten in einem der ambitioniertesten Expansionspläne seiner Geschichte. Das Unternehmen hat Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen und bringt seine Gesamtflotte damit auf 150.000 Einheiten. Diese Kapazität soll bis Ende 2026 einen annualisierten Umsatz von mehr als 3,7 Milliarden Dollar im KI-Cloud-Geschäft ermöglichen. Die Bereitstellung ist in Phasen für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant — in Rechenzentren in British Columbia und Texas.

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Finanziert wird der Ausbau über ein breites Instrumentarium: Kundenvorzahlungen, Wandelanleihen, GPU-Leasing und Kreditvereinbarungen. In den vergangenen acht Monaten sicherte sich IREN nach eigenen Angaben rund 9,3 Milliarden Dollar an Mitteln. Für die neuen GPU-Deployments im zweiten Halbjahr 2026 sind weitere Investitionen von etwa 3,5 Milliarden Dollar eingeplant. Zudem ersetzte das Unternehmen sein bisheriges Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar — das bereits vollständig ausgeschöpft war — durch ein neues Programm mit einem Volumen von sechs Milliarden Dollar.

Quartalszahlen und Analystenbild

Die jüngsten Quartalsergebnisse lieferten ein gemischtes Bild. Der Umsatz lag bei 184,7 Millionen Dollar, ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber deutlich unter den 240,3 Millionen Dollar des Vorquartals. Der Nettoverlust betrug 155,4 Millionen Dollar. Enttäuscht zeigten sich Anleger vor allem, weil IREN keinen neuen Großvertrag nach dem Muster des Microsoft-Deals vom November ankündigte — der Kursanstieg im Januar hatte offenbar auf genau das gesetzt. CEO Daniel Roberts verwies auf dem Earnings Call auf mehrere laufende Verhandlungen über größere Deployments.

Unter Wall-Street-Analysten gilt IREN derzeit als moderater Kauf: Acht Kaufempfehlungen stehen zwei neutralen Einschätzungen und einer Verkaufsempfehlung gegenüber. Ein struktureller Vorbehalt bleibt die Verwässerungsgefahr durch die massiven Kapitalerhöhungen, die der Ausbau erfordert.

Seit Ende Februar ist IREN zudem im MSCI USA Index vertreten, was die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren und indexgebundenen Fonds erhöht. Die nächsten Quartalszahlen am 13. Mai 2026 werden zeigen, ob die angestrebten Umsatzziele mit dem wachsenden GPU-Bestand tatsächlich erreichbar sind.

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