Der vollständige Jahresbericht 2025 ist da — und er erscheint zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nur fünf Tage vor dem Abstieg aus dem MDAX in den SDAX müssen die Details des Dokuments zeigen, ob TeamViewers Umbau zur integrierten Enterprise-Plattform mehr ist als eine strategische Erzählung.

Starkes Enterprise, schwächelndes Massengeschäft

Die Topline-Zahlen waren bereits vorab kommuniziert worden: 767,5 Millionen Euro Gesamtumsatz, ein Plus von fünf Prozent in konstanten Währungen, und ein bereinigtes EBITDA von 340,3 Millionen Euro bei einer Marge von 44,3 Prozent. Was Investoren heute durchleuchten, ist die Substanz dahinter.

Das Bild ist zwigeteilt. Das Enterprise-Segment legte beim jährlichen wiederkehrenden Umsatz um 19 Prozent zu, der bislang größte Einzeldeal wurde abgeschlossen, neue Integrationen mit Microsoft Intune unterstreichen den Fokus auf Großkunden. Auf der anderen Seite kletterte die Abwanderungsrate im Kleinkundensegment im vierten Quartal auf 16,4 Prozent — ein strukturelles Problem, das sich nicht wegdiskutieren lässt.

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Das Gesamtwachstum beim Annual Recurring Revenue blieb mit rund zwei Prozent auf etwa 760 Millionen Euro entsprechend gedämpft.

Plattform, AR und Indexwechsel

Produktseitig hat TeamViewer die ehemalige 1E-Technologie unter dem Label „TeamViewer DEX" mit dem bestehenden Remote- und RMM-Angebot zu einer einzigen Lizenzlösung zusammengeführt. Im Februar kam die Tensor-Integration, im Mai folgte mit „DEX Essentials" eine abgespeckte Variante für kleinere Unternehmen. Parallel positioniert sich der Konzern mit der Frontline-AR-Plattform im industriellen Umfeld — zuletzt mit einer gemeinsamen „Zero-Error Assembly Line"-Lösung zusammen mit Cybus vor der Hannover Messe 2026.

Allerdings erzeugt der bevorstehende Indexwechsel am 23. März technischen Verkaufsdruck: MDAX-Fonds müssen ihre Positionen abbauen, bevor SDAX-Tracker die Aktie aufnehmen. Dieses zeitliche Ungleichgewicht dürfte die Volatilität kurzfristig erhöhen — die Aktie notiert bereits auf einem 52-Wochen-Tief von 4,45 Euro und liegt rund 37 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Für 2026 erwartet das Unternehmen nur noch null bis drei Prozent Umsatzwachstum. Währungsbelastungen dürften davon weitere 2,8 Prozentpunkte abziehen. Am 6. Mai folgen die Q1-2026-Zahlen — sie werden zeigen, ob das Enterprise-Segment schnell genug wächst, um die anhaltende Erosion im Massengeschäft zu kompensieren.

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