Nokia Aktie: Fokus auf KI-Netze
Nokia drückt beim Umbau Richtung KI- und Cloud-Infrastruktur aufs Tempo. Innerhalb weniger Tage meldete der Konzern zwei Meilensteine: eine Demonstration für „quantensichere“ optische Datenübertragung in Japan und den Start eines kommerziellen 5G-Core-Angebots als Cloud-Abo. Doch was heißt das konkret für Nokias Rolle in der Infrastruktur der nächsten Jahre?
Quantensichere Optik für KI-Rechenzentren
Am 23. Februar haben Nokia und der japanische Telekomkonzern KDDI laut Unternehmensmitteilung eine Demonstration für quantensicheren optischen Transport im neuen Sakai Data Center in Osaka erfolgreich abgeschlossen. Das Rechenzentrum ist auf anspruchsvolle KI-Workloads ausgelegt – etwa Training, Inferenz und Datenanalyse in Echtzeit.
Zum Einsatz kamen Nokias 1830 Photonic Service Switch (PSS) mit C+L-Band sowie ein 1830 Security Management Server (SMS). Die Botschaft dahinter: Hohe Kapazität soll mit Datenschutz, Ausfallsicherheit und „at-speed“ quantensicherer Verschlüsselung kombiniert werden – ein Punkt, der bei verteilten Rechenzentren und sensiblen KI-Daten immer wichtiger wird. Das Sakai Data Center gilt als eines der größten in Japan und soll laut Berichten im März den Betrieb aufnehmen.
5G Core als Cloud-Abo startet in Belgien
Nur wenige Tage zuvor, am 19. Februar, meldete Nokia den Start der nach eigenen Angaben weltweit ersten kommerziellen Mobilfunkdienste auf Basis von „5G Core SaaS“. Der belgische Anbieter Citymesh ist dabei live gegangen – umgesetzt mit Nokia-Technik auf der Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS).
Der Kern des Modells: Der 5G-Kern wird nicht mehr klassisch als Hardware-/Software-Projekt betrieben, sondern als flexibler, abonnierbarer Dienst. Citymesh will damit Unternehmen in Bereichen wie Veranstaltungsorte, Flughäfen, Krankenhäuser und Transport bedienen und zugleich ein neues Mobilfunkangebot für Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen aufsetzen. Nokia hebt Funktionen wie katalogbasierte Service-Erstellung, abrufbare Netzkapazitäten und schnelle Feature-Einführung bei planbaren Kosten durch Subskriptionen hervor.
Zahlen, Ausblick und nächster Termin
Operativ ordnet Nokia die Meldungen in eine Strategie ein, die stärker auf KI- und Cloud-getriebene Netze zielt. In den am 29. Januar veröffentlichten Zahlen für 2025 meldete das Unternehmen unter anderem einen Jahresumsatz von 19,9 Mrd. Euro und einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,0 Mrd. Euro. Für 2026 stellt Nokia einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,0 bis 2,5 Mrd. Euro in Aussicht und erwartet im Bereich Network Infrastructure ein Umsatzwachstum von 6–8% (IP und Optical Networks zusammen: 10–12%). Zudem plant Nokia 2026 Investitionen von 900 Mio. bis 1,0 Mrd. Euro, vor allem für den Ausbau optischer Fertigungskapazitäten.
An der Börse notiert die Aktie heute bei 6,32 Euro und damit leicht im Minus. Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 23. April mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026; die Hauptversammlung ist für den 9. April angesetzt.
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