Intel befindet sich mitten in einem komplexen Konzernumbau, doch die Skepsis an der Wall Street reißt nicht ab. Während das Management massiv in die Bereiche Foundry und KI-PCs investiert, suchen Anleger vergeblich nach einer klaren Richtungsentscheidung im Aktienkurs. Die zentrale Frage lautet: Kann der Halbleiter-Pionier die hohen Erwartungen an seine neue Strategie tatsächlich erfüllen oder bleibt die Erholung Stückwerk?

Skepsis dominiert den Handel

Im gestrigen Handel geriet die Intel-Aktie erneut unter Druck und verlor in einem allgemein schwachen Marktumfeld für Halbleiterwerte rund 1,3 Prozent. Auch Wettbewerber wie Nvidia und AMD hatten mit Abgaben zu kämpfen, was auf eine breitere Branchenschwäche hindeutet. Auffällig war dabei das vergleichsweise geringe Handelsvolumen, das deutlich unter dem Durchschnitt lag. Dies signalisiert eine abwartende Haltung der Investoren, die sich derzeit weder trauen, aggressiv zu kaufen, noch ihre Positionen panikartig abzustoßen.

Analysten fordern Beweise

Die Stimmung unter den Analysten spiegelt diese Unsicherheit wider. Das Meinungsbild ist gespalten, wobei die kritischen Stimmen derzeit überwiegen. Experten von DA Davidson bezeichnen die aktuelle Lage treffend als "Show-me"-Situation: Die Bewertung der Aktie beinhaltet bereits optimistische Annahmen, die Intel nun erst durch operative Erfolge rechtfertigen muss.

Zwar hoben einige Häuser wie Morgan Stanley ihre Kursziele leicht an, doch die generelle Einstufung tendiert weiterhin oft nur zu "Halten" oder "Reduzieren". Der Markt verlangt nach konkreten Belegen dafür, dass der teure Umbau des Geschäftsmodells Früchte trägt.

Licht und Schatten in den Zahlen

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Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen erklärt die Zerrissenheit der Anleger. Intel konnte im vierten Quartal zwar die Gewinnerwartungen übertreffen, doch der Umsatz war im Jahresvergleich rückläufig. Besonders die Prognose für das erste Quartal 2026 dämpfte die Euphorie: Das Management stellte lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht.

Hoffnungsträger bleibt die Offensive im Bereich der KI-PCs. Intel plant, dass künftig jeder zweite PC KI-gestützt sein soll, was den Markt für die eigenen Prozessoren erheblich erweitern würde. Doch bis diese Strategie sich signifikant in den Bilanzen niederschlägt, bleibt die operative Marge unter Druck.

Gemischte Signale von Insidern

Auch die Transaktionen der Führungsebene liefern kein eindeutiges Bild. Während CFO David Zinsner kürzlich Aktien zukaufte und damit Vertrauen in den eigenen Kurs demonstrierte, trennte sich eine andere Führungskraft von einem Teil ihrer Bestände. Zusätzlich sorgt eine kartellrechtliche Strafe in Indien für leichte Störgeräusche, auch wenn die finanzielle Belastung für den Konzern in diesem Fall vernachlässigbar ist.

Die Aktie notiert aktuell bei 39,26 Euro und hat auf Monatssicht fast 19 Prozent eingebüßt. Für eine nachhaltige Trendwende benötigt Intel in den kommenden Monaten mehr als nur ambitionierte Pläne – es braucht eine sichtbare Stabilisierung der Umsätze und Margen.

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