Intel gerät erneut unter Druck, und der Auslöser kommt ausgerechnet aus dem Umfeld eines Großaktionärs. Während Nvidia erst kürzlich massiv in Intel investierte, vertieft der KI-Gigant nun seine Zusammenarbeit mit Meta – und wildert dabei direkt in Intels Kerngeschäft. Anleger fragen sich: Wie gefährlich wird dieser Angriff auf die Data-Center-Dominanz für den laufenden Turnaround?

Angriff auf die CPU-Dominanz

Am Dienstag kündigten Nvidia und Meta eine weitreichende Kooperation an, die die Wettbewerbssituation für Intel deutlich verschärft. Der Facebook-Mutterkonzern plant, Millionen von Nvidia-Chips in seinen KI-Rechenzentren zu verbauen. Strategisch brisant ist dabei ein technisches Detail: Erstmals werden Nvidias "Grace"-CPUs in großem Stil als eigenständige Einheiten eingesetzt, unabhängig von Grafikprozessoren (GPUs).

Damit dringt Nvidia direkt in das klassische Hoheitsgebiet von Intel vor. Analysten werten den Schritt als Bestätigung für Nvidias Strategie, komplette Infrastrukturen – bestehend aus CPU und GPU – aus einer Hand anzubieten. Für Intel bedeutet dies, dass der Kampf um Marktanteile im lukrativen Server-Markt noch härter wird.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?

Paradoxe Situation

Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Kursabschlag von rund 1,5 Prozent auf die Nachrichten. Die Situation entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Erst im Dezember 2025 hatte Nvidia ein 5-Milliarden-Dollar-Investment in Intel abgeschlossen und hält damit rund 4 Prozent am Unternehmen.

Doch die Kapitalbeteiligung schützt Intel offensichtlich nicht vor dem technologischen Wettbewerb durch den eigenen Teilhaber. Während beide Konzerne vereinbart haben, gemeinsam an x86-CPUs zu arbeiten, forciert Nvidia mit dem Meta-Deal gleichzeitig seine eigenen Arm-basierten Lösungen. Diese gelten in Rechenzentren oft als energieeffizienter – ein entscheidender Faktor für Hyperscaler, die mit steigenden Stromkosten kämpfen.

Interne Baustellen bleiben

Intel befindet sich unter CEO Lip-Bu Tan weiterhin mitten im komplexen Konzernumbau. Zwar meldete das Unternehmen im Januar Fortschritte, doch das Foundry-Geschäft (Auftragsfertigung) schreibt nach wie vor Verluste und kämpft mit der Ausbeute bei modernen Fertigungsprozessen.

Zusätzlich belasten operative Engpässe das Geschäft. Finanzvorstand David Zinsner warnte bereits vor anhaltenden Lieferproblemen bei Server-CPUs, die bis weit ins Jahr 2026 reichen könnten. Der neue Deal zwischen Meta und Nvidia erhöht den Druck auf Intel massiv, diese internen Probleme schnellstmöglich zu lösen, um im Wettbewerb um die KI-Infrastruktur der Zukunft nicht den Anschluss zu verlieren.

Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...