Intel kämpft um den Anschluss im KI-Zeitalter und holt nun zum Gegenschlag aus. Mit einer strategischen Beteiligung an einem aufstrebenden KI-Startup und der Vorstellung eines neuartigen Speicherchips setzt der Halbleiterriese auf einen doppelten Hebel für künftiges Wachstum. Können diese technologischen Vorstöße die Lücke zum Platzhirsch Nvidia endlich schließen?

Der Aktienkurs reagierte am Mittwoch bereits positiv auf die Nachrichtenlage und legte um rund 2,5 Prozent zu. Treiber dieser Bewegung ist vor allem die Hoffnung, dass Intels neu justierte Strategie nun Früchte trägt.

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Strategischer Zukauf statt Übernahme

Im Fokus steht eine Investition in das KI-Chip-Startup SambaNova Systems. Intel beteiligt sich laut Berichten mit rund 100 Millionen US-Dollar an einer Finanzierungsrunde der Serie E. Dieser Schritt erfolgt, nachdem Übernahmegespräche zwischen beiden Parteien Ende des letzten Jahres ins Stocken geraten waren. Die enge Verbindung bleibt jedoch bestehen: Intel-CEO Lip-Bu Tan fungiert weiterhin als Executive Chairman im Board von SambaNova.

Analysten werten diesen Schritt als kluges Manöver. Anstatt das gesamte Unternehmen zu kaufen, sichert sich Intel Zugriff auf wichtiges Know-how im Bereich "Inference Computing" – der Anwendung trainierter KI-Modelle. In diesem Segment konkurriert SambaNova direkt mit Marktführern und konnte seine Umsatzziele für das letzte Geschäftsjahr übertreffen. Da der Markt für Talente im Chip-Design zunehmend umkämpft ist, stärkt Intel mit dieser Partnerschaft seine Position deutlich.

Technologischer Fortschritt in Japan

Parallel zur Finanzoffensive präsentierte Intel auf der "Intel Connection Japan 2026" einen technischen Durchbruch. Der Konzern enthüllte den Prototyp eines neuen Speicherchips namens "Z-Angle Memory" (ZAM). Diese Technologie gilt als erstes greifbares Ergebnis des internen Saimemory-Projekts.

Die Besonderheit liegt in der Architektur: Anstatt Verbindungen wie üblich vertikal durch den Chip zu bohren, nutzt ZAM eine diagonale Struktur. Dies verspricht drei entscheidende Vorteile:
* Bis zu 50 Prozent geringerer Energieverbrauch.
* Speicherkapazitäten von bis zu 512 Gigabyte pro Chip.
* Vereinfachte Herstellungsprozesse.

Besonders der reduzierte Energiebedarf dürfte bei Betreibern großer Rechenzentren auf großes Interesse stoßen, da Stromkosten im KI-Betrieb einen massiven Kostenfaktor darstellen.

Zahlenwerk und Analystenecho

Die jüngsten strategischen Schritte bauen auf einem soliden Quartalsergebnis auf. Im vierten Quartal übertraf Intel die Erwartungen: Der Gewinn pro Aktie lag mit 0,15 US-Dollar deutlich über den prognostizierten 0,08 US-Dollar. Auch der Umsatz schlug mit 13,67 Milliarden US-Dollar die Schätzungen der Wall Street. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da der Umsatz im Jahresvergleich um 4,2 Prozent sank und die Netto-Marge weiterhin im negativen Bereich notiert.

Das Meinungsbild der Experten ist entsprechend gespalten. Während Citic Securities die Aktie Ende Januar mit einem Kursziel von 60,30 US-Dollar zum Kauf empfahl, mahnen andere Häuser zur Vorsicht. Die Citigroup senkte ihr Ziel auf 48,00 US-Dollar, und Wedbush sieht den fairen Wert sogar nur bei 30,00 US-Dollar.

Der Wettbewerbsdruck bleibt der entscheidende Faktor für die weitere Kursentwicklung. Rivalen wie Cerebras Systems sammeln Milliardenbeträge ein, und Nvidia dominiert weiterhin die Hardware-Sparte. Intels Erfolg wird davon abhängen, wie schnell die neuen Technologien wie ZAM marktreif werden und ob die Partnerschaft mit SambaNova konkrete Produktvorteile liefert.

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