Intel hat am Montag die Roadmap für seine nächste Grafikprozessor-Generation konkretisiert. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Chipkonzern sowohl mit regulatorischem Gegenwind aus Indien als auch mit anhaltendem Wettbewerbsdruck im Servermarkt konfrontiert ist.

Zentrale Fakten:
* Intel bestätigt „Xe Next" als Nachfolger der „Crescent Island"-GPU
* Design der „Jaguar Shores"-GPU soll Mitte 2026 finalisiert werden
* Indien verhängt Geldstrafe von 3,3 Millionen Dollar wegen Garantiepolitik
* AMD hält 35,4 Prozent Marktanteil bei Desktop-CPUs (Q4 2025)
* DA Davidson initiiert Coverage mit „Neutral" und Kursziel 45 Dollar

Details zur GPU-Strategie

Anil Nanduri, Vice President für AI Accelerators bei Intel, konkretisierte die künftige Grafik-IP-Strategie des Unternehmens. Laut TechPowerUp bestätigte Intel die Entwicklung von „Xe Next", dem Nachfolger der auf Inferenz spezialisierten „Crescent Island"-Architektur.

Die „Jaguar Shores"-GPU, die für KI-Training und High-Performance-Computing konzipiert ist, soll bis Mitte des Jahres designseitig abgeschlossen sein. Die Produktion würde danach anlaufen – ein Marktstart Ende 2026 oder Anfang 2027 gilt als realistisch. Intel braucht diese Produkte, um gegen NVIDIA und AMD im lukrativen Rechenzentrumsgeschäft bestehen zu können.

Regulatorischer Rückschlag

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Am Samstag verhängte die indische Wettbewerbskommission eine Strafe von umgerechnet 3,3 Millionen Dollar gegen Intel. Der Vorwurf: Die Garantiepolitik des Unternehmens benachteilige Kunden, da Garantieansprüche nur bei Produkten aus autorisierten indischen Vertriebskanälen akzeptiert würden – anders als in anderen Weltregionen.

Finanziell ist die Strafe vernachlässigbar. Dennoch belastet sie die Stimmung rund um die Aktie, die in der vergangenen Woche bereits rund 7,5 Prozent verloren hatte und zuletzt bei 46,79 Dollar schloss.

Marktanteile unter Druck

Daten von Mercury Research für das vierte Quartal 2025 zeigen, dass AMD mittlerweile 35,4 Prozent des Desktop-CPU-Marktes kontrolliert. Die Zahlen unterstreichen den Handlungsdruck für Intel, die neuen Prozessor- und GPU-Generationen zeitgerecht und wettbewerbsfähig auf den Markt zu bringen.

DA Davidson startete am 13. Februar die Coverage mit „Neutral" und einem Kursziel von 45 Dollar – unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Für das erste Quartal 2026 erwartet Intel Umsätze zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden Dollar bei einem Ergebnis um die Gewinnschwelle. Die Hoffnung liegt auf einer Wachstumsbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte – vorausgesetzt, die Roadmap wird wie geplant umgesetzt.

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