Intel musste am Donnerstag einen Kursrückgang von 3,7 Prozent auf 46,49 Dollar hinnehmen. Belastend wirkten eine Strafe der indischen Kartellbehörde sowie eine neu aufgenommene Analystenbewertung, die den Konzern vor die wohl größte Herausforderung seiner Unternehmensgeschichte stellt.

Die wichtigsten Entwicklungen:

  • Kartellstrafe in Indien: Rund 3,3 Millionen Dollar
  • DA Davidson startet Coverage mit "Neutral" und Kursziel 45 Dollar
  • Investition von mindestens 100 Millionen Dollar in AI-Startup SambaNova Systems
  • Partnerschaft mit SoftBank-Tochter für neuartige Speichertechnologie

Indien verhängt Kartellstrafe

Die indische Wettbewerbsbehörde Competition Commission verhängte eine Geldbuße von umgerechnet etwa 3,3 Millionen Dollar gegen Intel. Der Vorwurf: wettbewerbswidriges Verhalten bei der Garantiepolitik für Mikroprozessoren in Boxed-Version. Finanziell ist die Summe für einen Konzern wie Intel vernachlässigbar. Dennoch zeigt die Entscheidung, dass regulatorische Risiken in wichtigen internationalen Märkten zunehmen.

Analyst sieht "ultimative Show-me-Story"

DA Davidson nahm die Coverage der Intel-Aktie mit einem neutralen Rating und einem Kursziel von 45 Dollar auf. Die Analysten sprechen von "einem der härtesten Neustarts in der Geschichte der Halbleiterindustrie". Intel versuche gleichzeitig, seine fortschrittlichen Fertigungskapazitäten wieder aufzubauen und ein Auftragsfertiger-Geschäft für Dritte zu etablieren.

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Die Analysten räumen ein, dass es "echte Entwicklungen gibt, über die sich Investoren freuen können". Dennoch betrachten sie die Aktie als klassischen Fall von "erst sehen, dann glauben" – Intel müsse die strategische Wende erst in Zahlen beweisen.

Strategische Investitionen in KI und Speicher

Parallel arbeitet Intel an langfristigen Projekten. Das Unternehmen investiert mindestens 100 Millionen Dollar in das KI-Startup SambaNova Systems. Der Schritt ist Teil der Bemühungen, die Position im Rechenzentrumsgeschäft und bei Künstlicher Intelligenz zu stärken.

Zudem ging Intel eine Partnerschaft mit SAIMEMORY ein, einer Tochtergesellschaft von SoftBank. Ziel ist die Kommerzialisierung der Z-Angle Memory (ZAM)-Technologie der nächsten Generation. Die Speicherlösungen sollen hohe Kapazität und Bandbreite für das Training von KI-Modellen und Rechenzentren bieten.

Diese Initiativen zielen auf künftiges Wachstum. Kurzfristig bleiben Fragen zur operativen Umsetzung und zur Bewertung offen. Am 10. April folgen die Quartalszahlen für das erste Geschäftsquartal.

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