Der südkoreanische E-Commerce-Riese Coupang stemmt sich gegen den jüngsten Abwärtstrend. Während rechtliche Hürden und Sorgen um die Datensicherheit das Papier zuletzt belasteten, sorgen nun ein prominenter Investor und eine neue Export-Offensive für frischen Optimismus. Doch reicht das aus, um die tiefen Spuren der vergangenen Monate nachhaltig zu verwischen?

Großinvestor setzt auf Unterbewertung

Ein wichtiger Treiber für die aktuelle Erholung ist der Ausbau der Beteiligung durch Tiger Global Management. Während der Hedgefonds bei großen US-Tech-Werten wie Microsoft und Amazon Anteile abbaute, floss im vierten Quartal 2025 frisches Kapital in Coupang. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Signal für eine attraktive Bewertung: Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa eins wird das Unternehmen im Branchenvergleich deutlich günstiger gehandelt als viele Wettbewerber.

Logistik-Offensive als Wachstumstreiber

Zusätzlich setzt das Unternehmen auf eine operative Flucht nach vorn. Mit einer neu gestarteten Export-Plattform öffnet Coupang seine gewaltige Logistik-Infrastruktur für kleine und mittlere Unternehmen weltweit. Über 100 Versandzentren übernehmen dabei die Lagerung und Abwicklung für internationale Verkäufer.

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Erste US-Marken melden bereits deutliche Umsatzsteigerungen durch den vereinfachten Zugang zum südkoreanischen und taiwanischen Markt. Das Ziel der Initiative ist die Sicherung von Marktanteilen am südkoreanischen E-Commerce-Sektor, der bis 2027 auf ein Volumen von 336 Milliarden US-Dollar anwachsen soll.

Juristischer Gegenwind und Quartalszahlen

Überschattet wird die operative Stärke jedoch von juristischen Altlasten. Nach einem massiven Datenleck Ende 2025 laufen Sammelklagen wegen vermeintlich irreführender Angaben zu Sicherheitsprotokollen. Zudem haben US-Investoren rechtliche Schritte gegen die südkoreanische Regierung eingeleitet, da sie eine Diskriminierung im Zuge der offiziellen Untersuchungen wittern.

Trotz dieser Risiken notiert die Aktie aktuell bei 14,91 Euro, was einem Rückgang von etwa 25 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Am 26. Februar wird Coupang die Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. Im Fokus stehen dann die finanziellen Folgen des Datenlecks sowie erste konkrete Daten zum Erfolg der neuen Export-Initiativen. Analysten der Bank Citi bleiben zuversichtlich und halten an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 24 US-Dollar fest.

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