Intel Aktie: Marktbeobachtungen ausgewertet
Intel hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen übertroffen – doch der Markt blickt bereits nach vorn. CEO Lip-Bu Tan kündigte auf dem Cisco AI Summit am 3. Februar 2026 einen strategischen Vorstoß in den Markt für Rechenzentrum-GPUs an. Damit fordert der Chipriese etablierte Konkurrenten im KI-Hardware-Geschäft heraus. Gleichzeitig dämpft eine vorsichtige Prognose für das erste Quartal 2026 die Euphorie.
Starke Zahlen, schwacher Ausblick
Am 22. Januar 2026 präsentierte Intel seine Bilanz für das Schlussquartal 2025: Umsatz von 13,7 Milliarden US-Dollar und ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,15 US-Dollar – beide Werte über den Analystenschätzungen von 13,4 Milliarden US-Dollar respektive 0,08 US-Dollar. Das Gesamtjahr 2025 schloss mit 52,9 Milliarden US-Dollar Umsatz ab, unverändert zum Vorjahr.
Die Prognose für das erste Quartal 2026 fiel hingegen zurückhaltend aus. Intel erwartet Erlöse zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden US-Dollar. Der Mittelwert von 12,2 Milliarden US-Dollar liegt unter den erwarteten 12,6 Milliarden US-Dollar. Als Grund nannte das Unternehmen branchenweite Lieferengpässe, die die Auslieferung von Server-Chips im ersten Quartal belasten. Eine Entspannung der Lage erwartet Intel ab dem zweiten Quartal.
Neuer Fokus auf KI-Chips
Die strategische Neuausrichtung könnte mittelfristig bedeutsamer sein als die kurzfristige Umsatzdelle. Mit der Ankündigung, eigene GPUs für Rechenzentren zu entwickeln, betritt Intel einen hart umkämpften Markt, der bislang von wenigen Spielern dominiert wird. Die technische Führung übernimmt Eric Demers, ehemals Qualcomm, als neuer GPU-Chefarchitekt. Die übergreifende Verantwortung trägt Kevork Kechichian, langjähriger Leiter der Rechenzentrum-Prozessoren bei Intel.
Diese Diversifikation zielt darauf ab, das Produktportfolio über klassische CPUs hinaus zu erweitern und vom rasanten Wachstum der KI-Infrastruktur zu profitieren.
Was jetzt zählt
Intel steht vor einem Balanceakt: Die solide Performance im vierten Quartal zeigt operative Stärke, doch Lieferengpässe und eine verhaltene Guidance trüben die kurzfristige Perspektive. Entscheidend wird sein, ob die GPU-Initiative in den kommenden Quartalen erste messbare Erfolge liefert. Anleger dürften die Zahlen zum ersten Quartal 2026 sowie Fortschritte bei der GPU-Entwicklung genau beobachten, bevor sich die mittelfristige Richtung klarer abzeichnet.
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