Nur Stunden vor der mit Spannung erwarteten Jahresbilanz sendet der dänische Pharmariese ein starkes Signal an den Markt. Die gestern veröffentlichten Phase-3-Daten für den Hoffnungsträger CagriSema zeigen eine deutliche Überlegenheit gegenüber dem bisherigen Blockbuster Semaglutid. Damit stärkt der Konzern seine langfristige Position im Wettbewerb gegen Eli Lilly, während der kurzfristige Fokus der Anleger bereits auf dem morgigen Mittwoch liegt.

Überlegene Wirksamkeit bestätigt

In der Studie "REIMAGINE 2" trat das neue Kombinationspräparat CagriSema gegen das etablierte Semaglutid (der Wirkstoff in Wegovy und Ozempic) bei Patienten mit Typ-2-Diabetes an. Die Ergebnisse untermauern die Strategie von Novo Nordisk: Patienten, die mit der höchsten Dosis CagriSema behandelt wurden, erzielten nach 68 Wochen einen Gewichtsverlust von 14,2 Prozent. Die Vergleichsgruppe mit Standard-Semaglutid erreichte lediglich 10,2 Prozent.

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Auch bei der Blutzuckersenkung (HbA1c) schnitt die neue Therapie besser ab. Diese Daten sind besonders relevant, da signifikante Gewichtsreduktionen bei Diabetikern physiologisch oft schwieriger zu erreichen sind als bei Patienten, die nur an Adipositas leiden.

Strategische Absicherung gegen Konkurrenz

Der klinische Erfolg ist weit mehr als nur wissenschaftlicher Fortschritt; er ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft des Unternehmens. Da die Patente für Semaglutid gegen Ende des Jahrzehnts auslaufen, muss rechtzeitig ein potenter Nachfolger etabliert werden, um das Wachstum zu sichern. Zudem dient CagriSema als wichtiger Abwehrriegel gegen Eli Lilly, dessen dualer Wirkstoff Zepbound (Tirzepatid) Novo Nordisk zuletzt Marktanteile streitig machte. Das Management plant nun, mit den Behörden die nächsten Schritte für eine Zulassung bei Typ-2-Diabetes zu besprechen.

Fokus auf Mittwoch: Die Zahlen kommen

Während die Pipeline-Daten langfristige Sicherheit bieten, bestimmt kurzfristig der anstehende Finanzbericht die Stimmung. Novo Nordisk öffnet am Mittwoch, den 4. Februar 2026, die Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Marktbeobachter achten dabei besonders auf drei Punkte:

  • Prognose 2026: Klare Ziele für Umsatz und operativen Gewinn im neuen Geschäftsjahr.
  • Markteinführung: Erste Indikatoren zum Start der oralen Wegovy-Version, die im Januar in den USA lanciert wurde.
  • Lieferketten: Updates zur Produktionskapazität, da Engpässe bei den Injektionslösungen in der Vergangenheit das Wachstum bremsten.

Der Quartalsbericht wird morgen früh gegen 07:30 Uhr MEZ erwartet. Angesichts der Tatsache, dass die Aktie auf 12-Monats-Sicht rund 38 Prozent an Wert eingebüßt hat, könnten solide Zahlen in Kombination mit den positiven Studiendaten für die erhoffte Bodenbildung sorgen.

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