Nach einer beeindruckenden Kursverdopplung innerhalb von zwölf Monaten kehrt bei Intel Nüchternheit ein. Der Chip-Riese sieht sich mit operativen Hürden in der Fertigung konfrontiert und enttäuschte zuletzt mit einem verhaltenen Ausblick auf das erste Quartal 2026. Angesichts dieser Gemengelage fragen sich Anleger: Ist das nur eine kurze Atempause im Aufwärtstrend oder der Beginn einer größeren Korrektur?

Operative Probleme belasten

Der jüngste Dämpfer hat konkrete fundamentale Gründe. Das Management musste einräumen, dass die Prognosen für das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben. Verantwortlich dafür sind vor allem hausgemachte Probleme: CEO Lip-Bu Tan identifizierte die Ausbeute in der Chip-Produktion, die sogenannten "Yield Rates", als kritischen Schwachpunkt, der im laufenden Geschäftsjahr dringend verbessert werden muss.

Zusätzlich sorgte ein Eingeständnis von CFO David Zinsner für Verunsicherung. Der Finanzchef gab offen zu, dass es Fehleinschätzungen bezüglich der Nachfrage nach Data-Center-Chips gab. Diese Kombination aus Fertigungsproblemen und Prognoseunsicherheit führte dazu, dass Anleger Gewinne mitnahmen und die Aktie spürbar unter Druck geriet.

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Institutionelle bleiben ruhig

Trotz der aktuellen operativen "Delle" werfen Großinvestoren nicht das Handtuch. Die Vanguard Group meldete kürzlich in einer Pflichtmitteilung einen Anteil von über 8 Prozent am Unternehmen, was das anhaltende Engagement institutioneller Adressen unterstreicht. Auch von Analystenseite gibt es weiterhin optimistische Stimmen. Tigress Financial Partners erhöhte das Kursziel kurz vor dem Rücksetzer auf 66 US-Dollar und begründete dies mit der starken Positionierung im Bereich KI-Rechenzentren.

Aktuell notiert das Papier bei 48,22 USD. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt zwar rund 11 Prozent, doch angesichts der Performance von über 150 Prozent in den letzten zwölf Monaten wirkt der Rücksetzer im größeren Bild noch moderat.

Technologische Aufholjagd entscheidend

Die langfristige Bewertung des Unternehmens hängt nun maßgeblich an der erfolgreichen Umsetzung der technologischen Roadmap. Intel investiert aggressiv in neue Lithografie-Systeme von ASML, um die Lücke zum Konkurrenten TSMC zu schließen. Marktbeobachter richten ihren Blick gespannt auf die Einführung des "18A"-Fertigungsprozesses. Berichte, wonach Branchengrößen wie Nvidia und Apple diese neuen Knotenpunkte für eine potenzielle Produktion evaluieren, halten die Wachstumsfantasie am Leben.

Das Jahr 2026 bleibt ein Übergangsjahr mit Exekutionsrisiken. Solange das Management jedoch die Fertigungsprobleme in den Griff bekommt und die Partnerschaften mit Tech-Giganten vorantreibt, bleibt die langfristige Story intakt.

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