Der Chipriese justiert nach. Statt sich fast ausschließlich auf das klassische Autogeschäft zu verlassen, greift Infineon nun aggressiv im Bereich Künstliche Intelligenz an. Mit Milliardeninvestitionen will der Konzern die Weichen für die Zukunft stellen und zyklische Schwächen ausgleichen. Doch reicht diese Neuausrichtung, um die beeindruckende Rallye des Jahres 2026 fortzusetzen?

Strategiewechsel gegen den Zyklus

Die Botschaft der jüngsten Hauptversammlung war eindeutig: Der Fokus verschiebt sich. Zwar bleibt das Automotive-Segment das fundamentale Standbein, doch der primäre Wachstumsmotor soll künftig in den KI-Rechenzentren liegen. Infineon reagiert damit auf die aktuelle Marktlage, die von einer Schwäche in traditionellen Sektoren bei gleichzeitigem Boom neuer Technologien geprägt ist.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?

Um diesen Anspruch zu untermauern, nimmt das Management viel Geld in die Hand. Die geplanten Investitionen für das laufende Geschäftsjahr wurden auf rund 2,7 Milliarden Euro aufgestockt. Diese Mittel fließen vor allem in den beschleunigten Ausbau von Fertigungskapazitäten für Stromversorgungslösungen, die in energiehungrigen KI-Zentren unverzichtbar sind.

Partnerschaften und Aktienpflege

Auch im Automobilsektor setzt der Konzern auf Modernisierung. Im Bereich der softwaredefinierten Fahrzeuge (SDV) wurde die Kooperation mit Lenovo vertieft. Ziel ist die Unterstützung von Hochleistungs-Plattformen für das autonome Fahren (Level 2 bis 4), für die Infineon spezialisierte Mikrocontroller und Leistungsschalter liefert.

Parallel zur operativen Offensive betreibt das Unternehmen aktive Kurspflege. Ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 200 Millionen Euro läuft noch bis voraussichtlich Ende März. Flankiert wird dies von einer stabilen Dividende von 0,35 Euro je Aktie. Diese Maßnahmen treffen auf einen ohnehin starken Trend: Trotz eines Rücksetzers am Freitag um 2,31 Prozent auf 45,66 Euro notiert das Papier seit Jahresanfang über 19 Prozent im Plus.

Mit einem Umsatz von 3,66 Milliarden Euro im ersten Quartal ist die finanzielle Basis für den Umbau gelegt. Der Erfolg der Strategie wird nun davon abhängen, wie schnell Infineon die neuen Kapazitäten für den KI-Sektor in profitable Umsätze ummünzen kann.

Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...