Amazon stand zuletzt massiv unter Druck, weil Anleger die enormen Ausgabenpläne für das laufende Jahr fürchteten. Jetzt liefert der Tech-Gigant die strategische Begründung für den massiven Kapitaleinsatz: Eine weitreichende Allianz mit OpenAI. Dieser Schachzug zielt direkt auf die Konkurrenz und könnte die Sorgen um die Profitabilität der Cloud-Sparte AWS in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Ein gigantischer Deal für die Cloud-Dominanz

Im Zentrum der Nachrichtenlage steht eine Investitionszusage von 50 Milliarden US-Dollar an den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Die Vereinbarung sieht vor, dass Amazon zunächst 15 Milliarden Dollar bereitstellt, während die restlichen 35 Milliarden Dollar an bestimmte Bedingungen geknüpft sind – Berichten zufolge unter anderem an das Erreichen einer allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI).

Doch für Amazon-Aktionäre ist der strategische Aspekt wichtiger als die reine Geldsumme: Amazon Web Services (AWS) wird zum exklusiven Cloud-Partner für "OpenAI Frontier". Diese Plattform ermöglicht Unternehmen den Einsatz komplexer KI-Agenten. Zudem weiten beide Partner ihre bestehende Zusammenarbeit massiv aus. OpenAI verpflichtet sich, über die kommenden acht Jahre Cloud-Kapazitäten im Wert von 100 Milliarden Dollar zu nutzen. Dies ist ein direktes Signal der Stärke gegenüber Microsoft, das bisher als engster Verbündeter von OpenAI galt.

Das Ende der Capex-Angst?

Diese Ankündigung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Amazon-Aktie hatte zuletzt rund 18 Prozent an Wert verloren und notierte zum Freitagsschluss bei 177,72 Euro. Auslöser für den Abverkauf war die Prognose des Managements, im Jahr 2026 die rekordverdächtige Summe von 200 Milliarden Dollar für Kapitalinvestitionen (Capex) auszugeben. Investoren zweifelten an der Sinnhaftigkeit dieser Ausgabenschlacht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?

Analysten von William Blair werten den OpenAI-Deal nun als klare Validierung dieser Strategie. Die garantierte Nutzung der Cloud-Infrastruktur durch OpenAI könnte sich auf jährliche Einnahmen von rund 17 Milliarden Dollar belaufen. Damit wird greifbar, wofür die neuen Rechenzentren gebaut werden. Der Deal liefert den notwendigen Kontext für die hohen Ausgaben und könnte das Vertrauen der Wall Street zurückgewinnen.

Eigene Chips und Infrastruktur im Fokus

Parallel zur Partnerschaft stärkt Amazon seine physische Infrastruktur. Der Konzern kündigte den Bau neuer Rechenzentren in Louisiana für 12 Milliarden Dollar an. Ein entscheidender Faktor für die zukünftige Marge ist dabei die Hardware: OpenAI wird Kapazitäten auf Amazons eigenen KI-Chips "Trainium" nutzen.

Dieses Segment wächst bereits rasant. Die hauseigenen Chips Graviton und Trainium haben mittlerweile eine Umsatzrate von 10 Milliarden Dollar erreicht und verdoppeln sich im Jahresvergleich. Die Verpflichtung von OpenAI, auch die kommenden Generationen dieser Chips zu nutzen, ist ein wichtiger Vertrauensbeweis in Amazons Fähigkeit, technologisch mit Nvidia Schritt zu halten.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 23. April 2026. Bei der dann anstehenden Quartalsvorlage muss Amazon beweisen, dass die Integration von OpenAI und der massive Infrastrukturausbau nicht nur Umsatz kosten, sondern auch die Margen der Cloud-Sparte nachhaltig stützen.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...