Bloom Energy Aktie: Bewertungsdebatte
Bloom Energy zieht an der Wall Street weiter Kreise. Zwar startet Citigroup die Beobachtung zunächst nur mit „Neutral“, doch die steigenden Kursziele zeigen: Viele trauen dem Brennstoffzellen-Spezialisten weiteres Wachstum zu – angetrieben vom Boom rund um KI-Rechenzentren. Gleichzeitig wird die Luft dünner, weil die Bewertung nach der Rally zum Streitpunkt wird.
Citigroup steigt ein – Kursziele ziehen an
Citigroup hat die Coverage gestern (24. Februar) mit einem neutralen Votum aufgenommen. Damit kommt ein weiteres großes Haus in die Analystenrunde, die Bloom Energy eng begleitet.
Auffällig ist dabei der Trend bei den Erwartungen: Laut Fintel stieg das durchschnittliche 1-Jahres-Kursziel bis gestern auf 146,42 US-Dollar – ein Plus von 16,43% gegenüber dem Stand vom 1. Februar (125,76 US-Dollar). Die Spanne bleibt jedoch extrem breit (40,40 bis 217,35 US-Dollar). Das unterstreicht, wie unterschiedlich Analysten einschätzen, wie viel Wachstum bereits im Kurs steckt.
Rekordquartal und volle Auftragsbücher als Kurstreiber
Der Rückenwind kommt vor allem aus den jüngsten Zahlen: Am 5. Februar meldete Bloom Energy für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 777,7 Mio. US-Dollar, plus 35,9% gegenüber dem Vorjahr. Das lag laut MarketBeat rund 130 Mio. US-Dollar über den Markterwartungen. Beim bereinigten Ergebnis lieferte das Unternehmen ebenfalls deutlich ab: 0,45 US-Dollar je Aktie statt 0,25 US-Dollar Konsens.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete Bloom Energy Rekordumsätze von 2,02 Mrd. US-Dollar (+37,3% gegenüber 2024) und eine verbesserte Bruttomarge von 29,0% nach 27,5% im Vorjahr. Besonders stark beachtet wurde zudem der Auftragsbestand: MarketBeat spricht von einem Anstieg um rund 150% im Jahresvergleich – getrieben durch Nachfrage aus KI-Rechenzentren sowie aus dem kommerziellen und industriellen Bereich. Dazu kommt ein sportlicher Ausblick: Für 2026 peilt Bloom Energy etwa 3,1 Mrd. US-Dollar Umsatz an, rund 500 Mio. US-Dollar über früheren Analystenerwartungen.
Großdeals, mehr Institutionelle – aber Bewertung bleibt heikel
Zwei Vereinbarungen stützen die Wachstumsstory: Im Januar 2026 zog American Electric Power eine Option und erweiterte ein Beschaffungsabkommen auf 1 GW, mit einem gemeldeten Volumen von rund 2,65 Mrd. US-Dollar. Zudem verwies Polen Capital in einem Investorenbrief auf eine Partnerschaft mit Brookfield über 5 Mrd. US-Dollar, bei der Bloom Energy als bevorzugter Anbieter für Vor-Ort-Stromversorgung globaler KI-Fabriken positioniert sei.
Auch das institutionelle Interesse nimmt laut Fintel zu: 996 Fonds und Institutionen meldeten zuletzt Positionen, 98 mehr als im Vorquartal (+10,91%). Gleichzeitig gab es aber auch Reduzierungen: D. E. Shaw senkte seinen Bestand um 34,32%, Ameriprise Financial um 3,50%.
Nach dem starken Lauf wird die Bewertung zum Knackpunkt. Ein Seeking-Alpha-Beitrag verwies gestern auf hohe Multiples (EV/Sales 13,11x und EV/EBITDA 83,92x auf Basis der erwarteten Zahlen für 2026) und nannte die Aktie nach der Rally „teuer“. Als Risiken wurden zudem Verwässerung durch aktienbasierte Vergütung sowie eine erhöhte Short-Interest-Kennzahl genannt.
Im Kursbild spiegelt sich die Euphorie klar: Mit 143,00 € markierte die Aktie heute ein neues 52-Wochen-Hoch.
Ende April 2026 wird der nächste Quartalsbericht erwartet. Dann dürfte sich zeigen, ob Bloom Energy die angepeilte Umsatzmarke von rund 3,1 Mrd. US-Dollar für 2026 operativ untermauern kann – denn bei der aktuellen Bewertung ist die Toleranz für Ausrutscher laut den genannten Stimmen begrenzt.
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