Kurz vor der wichtigen Jahresbilanz steht Volkswagen unter Zugzwang. Während der Konzernvorstand ein drastisches Sparprogramm vorantreibt, sorgen aktuelle Medienberichte über technische Probleme beim prestigeträchtigen US-Projekt „Scout“ für Unruhe. Stimmen die Gerüchte über eine Verschiebung des Marktstarts, wäre das ein herber Dämpfer für die Ambitionen in Nordamerika.

Technische Hürden beim Hoffnungsträger?

Berichten des Spiegel zufolge könnte sich der Produktionsstart der neuen elektrischen Scout-Modelle von 2027 auf Mitte 2028 verschieben. Als Ursache gelten Komplikationen bei der Integration des sogenannten „Harvester“-Antriebs – einer Range-Extender-Variante mit Benzinmotor – sowie Verzögerungen bei der Software. Offenbar musste die VW-eigene Sparte Cariad einspringen, da die ursprüngliche Architektur primär für reine Elektroantriebe ausgelegt war.

Scout Motors dementierte die Berichte umgehend und hält offiziell am Starttermin 2027 fest. Allerdings räumten Unternehmensvertreter in Foren ein, dass Zeitpläne bei Projekten dieser Komplexität durchaus unter Druck geraten können. Für Volkswagen ist der Erfolg der Marke Scout essenziell, um im profitablen US-Pickup-Markt Fuß zu fassen.

Sparzwang und Stellenabbau

Parallel zu den operativen Herausforderungen verschärft die Konzernspitze den Sparkurs. CEO Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz haben Pläne vorgelegt, die Kosten bis Ende 2028 markenübergreifend um 20 Prozent zu senken. Dies ist notwendig, um die massiven Investitionen in die Transformation zu stemmen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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Der Konzern befindet sich bereits im Prozess, bis 2030 rund 35.000 Stellen in Deutschland abzubauen. Während die Arbeitnehmerseite betriebsbedingte Kündigungen per Vereinbarung ausgeschlossen hat, bleibt der Kostendruck immens. In den USA hingegen herrscht zumindest an der Personalfront Klarheit: Das Werk in Chattanooga ratifizierte kürzlich einen neuen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft UAW, der zwar die Lohnkosten steigert, aber Planungssicherheit für die kommenden vier Jahre schafft.

Charttechnik: Aktie überverkauft

An der Börse sorgt die Gemengelage für Zurückhaltung. Die Volkswagen-Aktie notiert aktuell bei 100,70 Euro und verlor seit Jahresbeginn gut 5 Prozent an Wert. Der Rutsch spiegelt die Skepsis der Anleger wider.

Technisch deutet sich jedoch eine potenzielle Gegenreaktion an: Mit einem RSI (Relative Strength Index) von 27,8 gilt der Titel als überverkauft. Dies könnte kurzfristig Schnäppchenjäger anlocken, sofern positive fundamentale Nachrichten folgen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt derzeit rund 8 Prozent.

Fazit: Spannung vor dem 10. März

Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun voll auf den 10. März 2026. Bei der anstehenden Jahresbilanz-Pressekonferenz muss CEO Blume nicht nur die Finanzzahlen erläutern, sondern vor allem die Strategie für den US-Markt glaubwürdig untermauern. Gelingt es ihm, die Zweifel am Scout-Zeitplan auszuräumen und konkrete Fortschritte bei der Kosteneffizienz aufzuzeigen, könnte dies der Aktie den nötigen Impuls für eine Bodenbildung geben.

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